Wiese: "Wir haben uns einfach aufgegeben
Geschrieben von: Jonas Keinert   
Sonntag, den 19. August 2012 um 17:12 Uhr

Wiese-100812-2Tim Wiese über das Pokal-Aus

 

Auch einen Tag nach dem bitteren Pokal-Aus bei Viertligist Berliner AK 07 sitzt der Stachel bei einigen TSG-Spielern noch tief. "Jeder hat gedacht, wir sind im falschen Film", berichtet Kapitän Tim Wiese von der Stimmung in der Kabine während der Halbzeit. "Keiner wusste, ob wir in Berlin oder in München sind. Das hat keiner für möglich gehalten."

Der TSG beschönigte am Sonntag nichts: "Wir sind alle sehr enttäuscht. Was gestern passiert ist, hätte nicht sein dürfen. Gegen einen Viertligist vier Tore zu bekommen ist unter aller Sau. Jetzt geht es an die Wiedergutmachung und daran, den Kopf frei zu bekommen. So einen derben Rückschlag müssen wir vergessen. Qualität haben wir auf jeden Fall."

Eine Woche vor dem Bundesligastart bemängelt Wiese vor allem die Einstellung gegen die Berliner: "Sie sind gerannt, haben gekämpft. Da geht nicht alles mit Hacke, Spitze, eins, zwei drei gegen solche Mannschaften. Das ging vielleicht mal vor zwanzig Jahren."

Am Sonntag hat die Aufarbeitung teamintern begonnen. "Wir haben vor dem Training miteinander gesprochen", berichtet Wiese. "Jeder ist enttäuscht und weiß selbst nicht, wie das zu stände gekommen ist. Wir haben uns einfach aufgegeben. Das hätte nicht passieren dürfen."

 

Kommentare 

 
+12 #4 Jürgen 2012-08-19 23:31
Gegen einen Regionalligiste n aufgegeben? Ja geht's noch? Keiner weiß, was da los war? Verfallt nun nicht noch auch in Depressionen, die dann die Ausrede für die nächste Schmach nächte Woche in Mönchengladbach ist. Ich kann euch sagen, was da los war. Der frühere Bundeligatraine r Klaus Schlappner (SV Waldhof) hätte gesagt, da standen 11 Schlappschänze auf dem Platz. Ihr habt die Arbeit verweigert, seid nicht auf die Idee gekommen, dass man ein Spiel durch Kampf umbiegen kann. Und so etwas sind Profis? Da kann doch nicht war sein! Und lieber Herr Wiese, auch vor 20 Jahren konnte ein Bundesligist bei einem Dritt- oder Viertligisten nicht so einfach per Hacke, Spitze eins zwei gewinnen. Das bekam auch der HSV 1974 nicht unweit von Hoffenheim beim VfB Eppingen zu spüren. Der HSV verlor dort als BL-Tabellenführer „nur” mit 2:1. War aber auch megapeinlich.

Wenn Ihr jedoch richtige Kerle sein wollt und keine Schlappschwänze wie am Samstag, dann verfallt nun nicht in Depression, sondern steht auf und kämpft, als ginge es um euer Leben. Das Wort Europa-Leaque braucht ihr erst mal nicht mehr in den Mund nehmen, geschweige davon zu Träumen. Diese Liga ist von Hoffenheim so weit weg wie der Mond von der Erde. Bis dort hin müsst ihr euch um mehrere Hunderprozent steigern. In M'gladbach könnt ihr - nein, müsst ihr - damit anfangen.
 
 
+14 #3 Norbert Schell 2012-08-19 21:12
"Jeder ist enttäuscht und weiß selbst nicht, wie das zustande gekommen ist." Dies bertichtete Kapitän Tim Wiese von der Aussprache der Mannschaft untereinander vor dem Sonntagstrainin g. Als maßlos enttäuschter Augenzeuge der historischen Pokalpleite an historischer Stätte kann ich der offensichtliche n Erklärungsnot der Jungs, die sich gegen den Viertligisten mit einer Null-Leistung unsäglich blamierten, grundlegend Abhilfe schaffen: Ein Bundesligist verliert gegen einen Viertliogisten nur dann, wenn die Einstellung nicht stimmt, wenn sich der vor dem Spiel bekundetete Respekt gegenüber dem unterklassigen Gegner in der Partie dadurch als bloßes Gerede entlarvt, dass der Favorit von Beginn an selbstgefällig, pomadig, lässig und arrogant das Bällchen hin und her schiebt, keinen Druck entwickelt, Zweikämpfen aus dem Weg geht und zu keiner Sekunde bereit ist, ernsthaft den vom Underdog angebotenen Kampf anzunehmen. Wenn ein Andy Beck von seinen ersten zehn Ballkontakten keinen einzigen Ball (!!) nach vorne spielt, ein Sebastian Rudy aus seinem bevorzugten Aufenthaltsbere ich, dem Mittelkreis heraus, außer einfallslosen Querpässen nichts , aber auch gar nichts anderes zustande bringt, und wenn dann noch eine völlig überforderte TSG-Innenverteidigu ng ungeordnet und hüftsteif die flinken BAK-Stürmer nie zu fassen kriegt, dann ist das für den David das untrügliche Zeichen: Hier geht heute was, diesen vermeintlichen Goliath können wir heute schlagen. Und das isz die einfache Erklärung für das Desaster am Samstag."Wenn wir das Spiel ernst nehmen, dann werden wir ohne Probleme weiter kommen, wenn wir das jedoch nicht tun, dann wird's sehr schwer werden" Genau so lautete des Trainers Appell vor dem Spiel, der jedoch ganz offensichtlich kein Gehör fand, dessen Richtigkeit sich im Verlauf der Partie allerdings zu hundert Prozent bewahrheitete.
 
 
+2 #2 Hoffe_Fan 2012-08-19 20:45
Heute hat man gesehen, dass auch andere Bundesligisten scheitern können, wenn auch nicht so extrem wie wir.

Das Thema Pokal ist beendet jetzt muss am Samstag eine Trotzreaktion folgen
 
 
+7 #1 Nicki 2012-08-19 19:32
Völlig egal ob in München oder Berlin, so eine Leistung geht gar nicht!
 

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