Müller: "Zwischen uns passt kein Blatt dazwischen"
Geschrieben von: Jonas Keinert   
Donnerstag, den 01. November 2012 um 14:14 Uhr

BabbelMüller-190912-1Der Manager stärkt seinem Trainer den Rücken 

"Kein Blatt" passe zwischen Manager Andreas Müller und Trainer Markus Babbel. "Wir diskutieren über alles, das war vom ersten Tag an so." Dennoch wachsen die Zweifel an Markus Babbel. Nur zwei Siege hat der Trainer von 1899 Hoffenheim vorzuweisen - seit April. Babbel holt im Schnitt einen Punkt pro Spiel und ist damit schlechter als sein Vorgänger Holger Stanislawski, der selbst auch nur einen Punkteschnitt von 1,3 vorzuweisen hatte. 

Die TSG rutschte auf Rang 14. „Von einer Krise will ich nicht sprechen“, sagt Manager Andreas Müller.  Im Pokal schied man zudem blamabel mit 0:4 bei den Amateuren vom Berliner AK aus. Die Kluft zwischen den selbst ausgerufenen Europa League-Ansprüchen und der Wirklichkeit klafft weit auseinander. Nach dem 0:3 bei Mainz 05 sprach sein Trainer erstmals über Abstiegskampf: „Da wollen wir nicht rein, auch wenn es im Moment ganz danach ausschaut.“

Dennoch wird im Kraichgau bisher kaum öffentlich über Babbel diskutiert. Wir können nach wie vor ihn Ruhe arbeiten. Es ist nicht das wahnsinnige Chaos, das man vielleicht bei ganz emotionalen Klubs hat“, sagt Müller über die Situation, der bei seinem Ex-Klub Schalke 04 schon andere Situationen erlebte. "Wir wissen, in welcher Situation wir sind. Wir haben die Analyse gemacht, wir haben die Lösungen und wir müssen weiterhin sehr konzentriert arbeiten."

Dass Babbel dafür der richtige Mann ist, davon ist Müller überzeugt: "Ich bin der Überzeugung, dass wir hier mit der Arbeit, die wir beide tun, die Stabilität reinkriegen werden. Das ist meine Überzeugung, aber das geht nicht von heute auf morgen."

Bei zwei Tabellen steht die TSG schon auf dem letzten Rang: Das Team ist die unfairste Mannschaft der Liga und kassierte die meisten Gegentore: 20. Das sind mehr als zwei Tore pro Spiel.

Auch Babbels Transferpolitik rückt in den Fokus. Die Verpflichtungen von Chris (34), Filip Malbasic (19), Patrick Ochs (28) und Stephan Schröck (26) zeigen noch gar keinen Nutzen für das Team. Die von Markus Babbel geholten Leader-Typen Delpierre, Schröck und Wiese führen das Team nicht. Stattdessen wirkt die Mannschaft kopflos, unbeteiligt und zerstritten. Müller sieht das anders: „Ich sehe doch, dass die Jungs wollen. Ich sehe es in der täglichen Arbeit.“ Auch Babbel widerspricht: „Wir haben in Mainz ein schlechtes Spiel abgeliefert, aber davor habe ich sehr viel Willen gesehen.“

Dennoch kann nun ausgerechnet das Spiel gegen Müllers Ex-Klub Schalke 04 zum harten Prüfstein auch für Babbel werden. Müller: "Wir haben für jedes Spiel einen Plan, der einfach nur umgesetzt werden muss. Was ich sehen will, ist Leidenschaft und hohe Leistungsbereitschaft. Wenn die da ist, sind wir auf einem guten Weg."

 

Kommentare 

 
-4 #15 Jürgen 2012-11-02 17:37
Second-League statt Euro-League heißt das Ziel mit Babbel. Das Stadion wird in den nächsten heimspielen immer leerer werden. Mit Wieses Schießbude ist nicht mal ein Blumentopf zu gewinnen. Merkt denn Herr Babbel nicht, dass es mit Casteel in 4 Spielen nur 3 Gegentore gegeben hat? Die bekommt Wiese mindestens in einem Spiel in seinen Kasten. Da muss ich mir als Trainer wirklich mal die Frage nach der Ursache stellen.
 
 
+11 #14 Noxh ein Hoffe-Fan 2012-11-02 15:22
Also ehrlich Leute, dieses Müller raus dumm gequatsche geht mir auf die Nerven!
Der Mann ist erst kurz hier, hat die vorangegangenen Dinge nicht zu verantworten.

Klar daß er jetzt erst mal Schulterschluss mit dem trainer zeigen muß und positive Daherreden muß...er kritisiert ja auch das verhalten der Mannschaft...ist doch das ganz normale Geschäft!

Haltet euch mal zurück mit solchen voreiligen und unüberlegten Aussagen.

Lasst den mann erst mal arbeiten!
 
 
-3 #13 Dampfnudel 2012-11-02 14:28
Aha, laut RNZ-Bericht hat die Hoffenheimer Mannschaft ENDLICH erkannt, dass die Abwehr etwas professioneller und agiler agieren muss ...

Bildchen ohne Beck, mit Schröck. Lässt hoffen :)

Herzlichen Glückwunsch Hoffe, aber die Fans wussten das schon sehr lange ...
 
 
+1 #12 Ralf TSG 2012-11-02 12:42
Bitte nicht immer Babbel und Müller demütigen, das ist schon manchmal unter der Gürtellinie, was hier geschrieben wird. Auch wenn es sportlich zur Zeit nicht gut läuft, der Mannschaft und dem Trainerteam einfach Zeit geben. Es muß sich auch jeder Spieler hinterfragen, ob er jeden Cent seines Geldes das er hier verdient auch wert ist, und sich bedingungslos für den Verein (Arbeitgeber) und die Mannschaft einbringt. Die Mannschaft ist qualitativ auf jeden fall stärker wie letzte Saison, nur durch ständig neue Mannschaftsaust ellungen,verlet zungs.- und sperrenbedingt, lassen sich halt schwer bestimmte automatismen während des Spieles abrufen. Werder Bremen hat letzte Saison in den gleichen Tabellenregione n wie Hoffe gespielt, aber Schaaf und Allofs wurden nicht entlassen, und das Ergebnis sieht man jetzt. Also bitte ein wenig mehr Geduld, und ein bisschen mehr Respekt gegenüber den betreffenden Personen.
 
 
+4 #11 Hardy 2012-11-02 11:56
Auf die Geduld der treuesten Hoffe Fans würde ich nicht mehr lange naiv bauen. Wird das Spiel gegen Schalke wieder grausam kommen ganz bestimmt die ersten "Babbel Raus" Rufe.
Beide, Müller und Babbel sind Träumer, die ihre Augen vor der Realität schließen und nur auf ihre monatlichen Zuwendungen warten.
Babbel Raus und den Müller gleich mit.
 
 
+6 #10 Leo 2012-11-02 09:39
Wenn ich mir das Bild so betrachte weiß ich nicht ob die beiden Herren wissen um was es überhaupt geht, hat man so einen schlechten Start hingelegt, sollte man(n) eigentlich sorgenvoller dreinschauen, als diese beiden, die scheinen noch belustigt zu sein was für ein Käse sie anstellen.

Es gibt genügend Ansatzpunkte für den Trainer einiges anders zu machen.
 
 
+9 #9 Aurel 2012-11-02 08:32
Super, dann ist ja Müllers Schicksal mit Babbels verknüpft. Nun besteht Hoffnung
dass demnächst dann beide gehen können!

Sofern Müller Charakter hat.
 
 
+8 #8 Tedos 2012-11-01 23:35
Lippenbekenntni sse sind durch fortwährende Erfolglosigkeit schnell ad absurdum geführt. Ich hoffe für den Verein, dass keine Maßnahmen ergriffen werden müssen. In der Personalplanung wurden doch gravierende Fehler gemacht, die falschen Spieler verpflichtet oder ausgeliehen.
 
 
+18 #7 Icke 2012-11-01 21:14
...der Artikel in "stern-Online" zeigt die längst zu erahnende Wirklichkeit in unserem Hoffenheim. Die Kungelei zwischen Hopp und "Rogo" bestimmt längst die sportliche und personelle Entwicklung. Kritischer Sachverstand ist persönlichen Interessen und Freundschaftsdi ensten zwischen Dietmar und seinem Freund gewichen. Das Wohl des Vereins und die legitimen Interessen der Fans nach Transparenz und sportlicher Freude werden nicht mehr wahrgenommen in diesem Geflecht von persönlichen Interessen und möglicher Naivität. Ich bin aber sicher, dass die Sponsoren dieses "Kungelimage" von Hoffenheim nicht mehr lange mittragen. Die öffentlich und verdeckte Praxis in unserem Hoffe ist mittlerweile schädigendend für alle, die einen seriösen Namen haben. Warum sich ein ehrenwerter Mann mit beispielhaftem sozial-sportlichen Enngagement für die Region zu Lasten seiner persönlichen Ehrenhaftigkeit und des sportlichen Erfolgs seines Großprojekts "Hoffenheim" auf solche Machenschaften einläßt, erschließt sich mir nicht. Im Grunde ist dies für den wohlmeinden aber kritischen Betrachter nicht mehr nachvollziehbar .Schließlich geht es hier auch um satte Millionenbeträg e aus der Privatkasse von Dietmar Hopp.
Wie dem auch sei, das Projekt "Hoffenheim " hat sich selbst demaskiert. Ein "Modell" ist es längst nicht nicht mehr. Leider, und das macht mich traurig, schadet es mittlerweile der Reputation aller ehrlich, transparent und kompetent gefühten Bundesligaverei ne. Und da gibts noch einige davon. Wenn Dietmar Hopp nicht bald seinen Kurs wechselt, und darauf hoffe ich immer noch, braucht Hoffenheim wirklich niemand mehr in der Bundesliga! Leider, aber die Hoffnung stirbt zuletzt. Vielleicht kann hier die Berichterstattu ng in der kritischen Presse noch etwas bewirken!
 
 
+3 #6 Albert 2012-11-01 20:41
Advent, Advent, bald ein Lichtlein brennt,
und die TSG wieder hat 3 Punkte verpennt,
wenn das 2. Lichtlein brennt,
ist man auf Platz 18 und trainerlos
dann geht das Ganze wie jedes Jahr auf's neue los,
wenn das 3. Lichtlein brennt,
kommt der Meister ins Stadion,
und unsere Mannschaft zeigt, wie man um jeden Ball rennt,
wenn das 4. Lichtlein brennt,
ist spielfrei und ein neuer Trainer da,
hurra wir freuen uns aufs neue Jahr !!!
 
 
+6 #5 Karl 2012-11-01 19:37
Man darf auf die Lösungen gespannt sein. Seit Juni arbeitet Markus Babbel mit der Truppe und was kann er vorweisen: Abwehr desolat, Mittelfeld nicht vorhanden, Angriff meist uneffektiv, zumindest hin und wieder ein Lebenszeichen. Die Transferpolitik nahezu total verfehlt. Joselu, Volland und Usami schaffen vielleicht mal den Durchbruch, alles andere war völlig unangemessen.
Was läuft schief in Hoffenheim. Markus Babbel ist ein guter Trainer, warum bringt er es nicht auf die Reihe?. Möglicherweise werden wir es erfahren, wenn sein Abgang Realität geworden ist.
 
 
+3 #4 Rainer 2012-11-01 19:03
"Wir haben die Lösungen" soll A.Müller gesagt haben? Na dann bin ich mal gespannt am Samstag gg.S04! Babbel wird die TSG nicht aus dem Sumpf ziehen, reingebracht hat er die TSG u. alle schauen zu wie es immer tiefer in den Abstieg geht!
 
 
+3 #3 Bene 2012-11-01 16:32
Solche Zeilen ließt man leider viel zu oft in der jungen Bundesligagesch ichte der TSG.
 
 
+5 #2 Michael R. 2012-11-01 15:59
...irgendwie ging mir nachdem ich diesen Bericht gelesen der Spruch: "mit wehenden Fahnen untergehen" durch den Kopf!
Wir sollten zwar jetzt nicht alles schwarz sehen, aber richtig viel Vertrauen in die Beiden fehlt mir!
 
 
-4 #1 Wolfgang Schmidt 2012-11-01 15:24
BEIDE rausschmeißen !

Beides Schwätzer und Träumer.

Die Realität sieht nach Abstiegskampf aus.
 

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