Hoffenheim desolat in Mainz!
Geschrieben von: Jonas Keinert   
Samstag, den 27. Oktober 2012 um 18:31 Uhr

Wiese-271012-010:3 und schon 20 Gegentore in der Liga

 

Einmal mehr diletantisch präsentierte sich 1899 Hoffenheim. 0:3 gingen die Kraichgauer bei Mainz 05 unter durch drei Tore des Ungarn Adam Szalai (21., 46. und 64.). Die TSG kassierte bereits 20 Gegentore in nur acht Spielen, dazu das 0:4 beim Amateurklub Berliner AK. Die Abwehr verschlafen, unsicher, nicht bundesligatauglich.

Als Daniel Williams in der 21. Minute den entscheidenden Zweikampf gegen Diaz verliert, kann der Mainzer unbedrängt nach Innen flanken. Dort steht Compper nicht dicht genug an Szalai: 0:1. Hoffenheim im ersten Durchgang nur mit zwei  echten Chancen, doch beide Male spielen Usami (27.) und Firmino (37.) den finalen Pass zu schlampig und Joselu konnte die Chancen nicht verwerten.

Ansonsten nur die 05er im Vorwärtsgang. Die TSG hat sogar noch Glück, dass Tim Wiese drei Chancen von Pospech (29. und 39.) und Müller (43.) hält, sonst wäre die TSG schon zur Halbzeit untergegangen.

Unmittelbar nach dem Wiederanpfiff dann direkt der Schock. Vestergaard will klären und spielt den Ball genau in die Füße von Szalai. Compper steht erneut zu weit weg, der Ungar schiebt unbedrängt zum 2:0 ein. Hoffenheim versucht es in der 59. Minute über Joselu und in der 61. Minute über Usami noch einmal, doch auch diese beiden Chancen gehen daneben.

Danach wieder Mainz. Bei einem Eckball steht Compper erneut nicht bei Szalai, der Ungar köpft unbedrängt zum 3:0 ein. Tim Wiese war bedient, er schüttelte mit dem Kopf, Compper und Vestergaard kriegten sich noch auf dem Feld in die Haare. Auch die rund 800 mitgereisten Anhänger waren schockiert. Beim Gang der Mannschaft in die Fankurve hagelte es Beschimpfungen. Am Ende hatte die TSG sogar noch Glück, dass Tim Wiese zwei weitere Großchancen durch Müller (74.) und Caligiuro (89.) vereitelt.

Trainer Markus Babbel wirkte nach dem Spiel ratlos. Seine Arbeit wird nun noch härter hinterfragt werden. Dass die TSG nach dreimonatiger Vorbereitung und zehn Pflichtspielen so wenig eingespielt wirkt, ist alarmierend. Babbels Gegenrezept: Weiter arbeiten. Nur kommt das bei der Mannschaft überhaupt noch an? Wiederholt wirkten die Spieler nicht so, als könnten sie die Vorgaben ihres Trainers umsetzen. Ein gemeinsames Aufbäumen war nicht zu erkennen. Die TSG rutsch auf Rang 15 und ist punktgleich mit dem VfL Wolfsburg nun mitten im Abstiegskampf.

 

Kommentare 

 
+4 #11 Norbert Schell 2012-10-29 03:09
Dass Yannick Vestergaard nach zweimonatiger, vom Trainer verordneter Auszeit so daneben liegt, hatte ich fast befürchtet. Dass allerdings mit Marvin Comper die bisher einzige Konstante im TSG-Defensiv-Verbund auch einen ganz schwachen Tag erwischen würde, war nun wirklich nicht zu erwarten. Dazu mit Rudy und Williams zwei Komplettausfäll e im defensiven Mittelfeld und in der Spieleröffnung, und das gegen einen Gegner, der gegen früh resignierende Hoffenheimer Hasenfüße in der zweiten Hälfte den Mainzer Spaßfußball wieder entdeckte. Unverständlich für mich vor allem auch das 3:0 nach einem Eckball (Fürths 3:3 lässt grüßen!!. Auch diesmal stand mit Rudy der gleiche Akteur am vorderen Fünfmetereck, der genau wie am letzten Freitag überhaupt keine Anstalten machte. den hereinfliegende n Ball wegköpfen zu wollen, sich stattdessen nur umdrehte und staunend dem Mainzer Mittelstürmer bei seinem erfolgreichen Kopfball zuschaute. Was wird da eigentlich in den Spielbesprechun gen analysiert? Und wie man beim Stand von 3:0 einen Dennis Strecker, der vor allem spätestens in der zweiten Halbzeit gegen Fürth völlig überfordert war, für einen Stürmer einwechseln kann, war nicht nur mir reichlich schleierhaft. Hier hätte sich doch eher der weitaus talentiertere und auch offensivere Vincenzo Grifo angeboten. Zu bedauern war am Samstag auf alle Fälle Tim Wiese, der erstmals richtig gut hielt und sich dafür noch beschimpfen lassen musste.
 
 
+8 #10 Guenter 2012-10-28 11:47
Babbel ist zu weich und das nützen die Spieler aus. Hier gehört endlich einmal ein Trainer her der den Spielern in den Hintern tritt und nicht noch die Schuhe hinterherträgt. Wenn ich Beck planlos nach vorne rennen sehe und dann nicht mehr zurückkommen kann weil er zu langsam ist, frage ich mich warum spielt der eigentlich.
 
 
+10 #9 S. 2012-10-28 00:47
Wiese, Du tust mir echt sehr leid!!!
 
 
+14 #8 wolfa 2012-10-27 23:28
Der Weg geht nicht nach Europa, er geht direkt in die zweite Liga. Der Trainer wirkt ratlos, kann sich dies alles nicht erklären. Die Mannschafft ist verunsichert. Alle spielen unter ihren Möglichkeiten. Es gibt ennoch klare Ansatzpunkte. Mainz hatte in diesem Spiel eine Passgenauigkeit von über 70%. Und Hoffe? Ich schätze nicht mal 30%. Hier liegt das Übel schon seit Wochen. Höhepunkt dabei die schlampigen Zuspiele beim Abschluss. Alles an der Abwehr festzumachen ist ungerecht. Die Fehler beginnen davor. Die zwei „Sechser“ der Mainzer waren ein Klasse besser als Rudy und Williams.
Dass ausgerechnet Vestergaard den entscheidenden Fehler machte ist nicht verwunderlich. Da spielt eine junger talentierter eine ansprechende Saison und bekommt dafür den Oldi und Freund des Trainers vor die Nase gesetzt. Mehrmals musste er aus dem Zentrum raus, die Lücken zumachen, welche entstehen, wenn Beck auf der Außenbahn weit vorne war. Das wäre eigentlich der Job von Williams oder Rudy. Es fällt eh auf, dass die beiden Amis Johnson und Williams, regelmäßig taktische Fehler begehen. Das alles kann man trainieren und schulen. Es wird höchste Zeit Herr Babbel dass Sie hier aktiv werden.
 
 
+45 #7 Kevin 2012-10-27 20:58
Wenn sie nächste Woche gegen Schalke sich nicht deutlich deutlich steigern, dann wird das Spiel gegen Schalke vielleicht das letzte von Babbel sein
 
 
+20 #6 Hardy 2012-10-27 20:10
Wiese traf heute keine Schuld. Ohne ihn hätten wir vielleicht noch 2 mehr eingeschenkt bekommen. Die ganze Mannschaft ist ein Hühnerhaufen, ohne Mumm und Selbsvertrauen. Babbel leistet ganze Arbeit und hinterlässt einen Scherbenhaufen wie in Berlin.
 
 
+10 #5 HD 2012-10-27 19:53
Ich bin wahrlich (noch) kein Wiese-Fan, aber das Bild hier auf der Seite tut selbst mir weh! Bitte dringend ersetzen!!!!!!

Wiese hat zwar offensichtlich keinen Zugriff auf die Verteidigung, hat aber heute wirklich sein Bestes gegeben, damit es nicht noch schlimmer wurde.
 
 
+9 #4 Harald P 2012-10-27 19:42
Die Viererkette ist ein Lochblech, und das defensive Mittelfeld ist auch zu weit weg von den Gegenspielern. Insgesamt leider nicht Bundesliga-tauglich. Bei Ecken steht keiner an den Pfosten aber auch nicht bei den Gegenspielern.
 
 
+5 #3 Jes 2012-10-27 19:22
Absolutet Katastrophenkic k!!! Schon wieder!!!! Ganz ehrlich, das mit Babbel, war und ist, ein Horror!! Schmeisst den raus, Stanislawski hat es keinen deut schlechter gemacht und hatte nicht annährend die Möglichkeiten, die Babbel hat!!! Weg mit dem!! Sofort!!
 
 
+52 #2 doink 2012-10-27 18:49
Wiese war bei der Leistung seiner Abwehr machtlos, dank ihm muss man sogar froh sein, dass es nicht höher ausgefallen ist.
Klare Worte von Marvin auf Sky, ich hoffe nur das ihn Babbel deshalb nicht auf die Bank setzt, wie bei einigen anderen Leadern zuvor schon geschehen!!!
 
 
+45 #1 Tobi 2012-10-27 18:36
Abwehr nicht bundesligareif. Heute muss man Wiese von aller Schuld befreien. Warum ist bei dem 3:0 niemand am Pfosten. Einfach eine sau schlechte Leistung
 

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Texte: Jonas Keinert, Rebekka Wilke, Wolfgang Brück, Roland Karle, Achim Wittich, Joachim Klaehn, Daniel Ernst
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