Babbel: "Wir haben kein Sturmproblem"
Geschrieben von: Jonas Keinert   
Mittwoch, den 17. Oktober 2012 um 08:18 Uhr

Babbel-160912-01Markus Babbel über Eren Derdiyok und Joselu

 

Hoffenheim im Aufschwung. Vor der Länderspielpause holte die TSG in vier Spielen sieben Punkte, unterlag nur Bayern München mit 0:2. Nun gilt es, bis Weihnachten auf Kurs zu kommen. Es gibt keine Verschnaufpause mehr. Bis zur Winterpause muss sich die TSG eine gute Ausgangsposition im Kampf um die internationalen Plätze verschaffen.

Damit dies gelingt, müssen vor allem die Stürmer noch besser in Tritt kommen. Geschätzt über 11 Millionen Euro gab die TSG für Eren Derdiyok (kam für rund 5,5 Millionen von Bayer Leverkusen) und Joselu (kam für knapp 6 Millionen Euro von Real Madrid) aus. Doch beide Spitzen haben Zeit gebraucht, um sich im Kraichgau und in Markus Babbels System zurechtzufinden. 

"Wir haben kein Sturmproblem!", sagt Markus Babbel. In der Tat steht die TSG mit 10 erzielten Toren auf Rang 8 in der Tabelle, also in der oberen Hälfte. Doch vor allem die torgefährlichen Spieler aus der zweiten Angriffsreihe Volland, Usami und Firmino trumpfen im Moment auf. Joselu erzielte in Stuttgart bisher das einzige Stürmertor der TSG.

"Das ist normal in unserem System", erklärt Babbel. "Wir haben vier sehr offensive Leute mit brutaler Qualität. Es überrascht mich nicht. Jeder darf Tore schießen. Die Stürmer sind bei mir nicht schlechter gestellt, wenn sie noch nicht so treffen. Wichtig ist, dass die Laufwege stimmen und sie auch gute Pässe spielen."

Vor allem die Abstimmung zwischen Offensive und Defensive hat die TSG verbessert. "Seit wir besser verteidigen, schießen wir auch mehr Tore", weiß Babbel. Von einer besseren Defensivarbeit profitieren folglich auch die Stürmer. "Aber das darf kein Zwischenhoch sein. Wir müssen weiter alle konsequent gegen den Ball arbeiten." Nur dann funktioniert Babbels System und nur dann können die TSG-Stürmer auch in Szene gesetzt werden.

"Beide sind gut drauf", sagt Markus Babbel über den aktuellen Stand seiner Angreifer. "Joselu ist torgefährlich und setzt auch seine Mitspieler sehr gut in Szene." Seit dem vierten Spieltag steht Joselu in der Startelf der TSG. "Ich bin mit seiner Entwicklung zufrieden", lobt Babbel den vor der Saison aus Spaniens dritter Liga gekommenen Stürmer. "Eren hat Pech gehabt. Am Anfang lief es für die ganze Mannschaft noch nicht so rund. Mit ihm müssen wir weiter konsequent arbeiten", sagt Babbel über den Stürmer, der auch noch körperliche Defizite hat. "Wie er sich in die Rolle einfügt, gefällt mir. Es ist nicht einfach, wenn man von der Startelf auf die Ersatzbank muss. Aber er will sich einbringen und er unterstützt Joselu."

 

Kommentare 

 
0 #5 Bastian 2012-10-18 12:50
Es ist doch bisher immer das gleiche.
Also ich meine wir haben gute Spieler in der Offensive wie auch in der Defensive.
Aber irgendwie klappt es nicht, vor allem vorne mit den Toren.
Also muss doch irgendwas fehlen oder nicht?
Wenn wir mal überlegen als Ibisevic noch bei uns war, da hat er auch nicht so viel getroffen.
Kaum war er in Stuttgart ging es richtig ab bei ihm.
Bei Sigurdsson lief es auch nicht mehr gut in seiner letzten Saison bei uns, kaum ist er im Ausland klappt es bei ihm.
Also muss doch irgendwas mit dem System des Trainers nicht stimmen, dass die Offensive bei uns einfach nicht treffen kann.
Einen anderen Grund kann ich nicht entdecken!
 
 
-1 #4 Udo Müller 2012-10-17 16:37
Wir haben ein Beck Problem. Immer wieder Beck, gegen Bayern, beide Tore verursacht, ausgesehen wie ein Schuljunge, war selbst im Stadion dabei und kann dies so sagen, gegen Hannover, beim Gegentor das gleiche. Wie kann man dann verstehen, das Beck noch 2,4% der Stimmen bekommt, bei der Frage nach dem besten Spieler gegen Bayern, sicherlich " Frauenstimmen " weil die Haare so schön gegelt sind und auch nach dem Spiel noch liegen, dann 3 Wetter Taft.Beck ist in seiner Entwicklung in den letzten 2 Jahren stehen geblieben, kein überzeugendes Spiel mehr, deshalb wurden ja auch 2 rechte Verteitiger geholt, aber trotzdem spielt Beck, das soll einer verstehen. Wenn wir es nicht schaffen, dass hinten die Null steht schiessen wir auch vorne keine Tore, denn Angst nach Gegentore macht die Beine schwer. Ich freue mich auf Freitag, hoffe nur das Beck dann nicht spielt, sonst , die anderen mannschaften kennen ja auch unseren Schwachpunkt.
 
 
+12 #3 Thomas 2012-10-17 14:10
Eigentlich müsste die Überschrift "Wir haben kein Offensivproblem " lauten, denn mit Usami, Volland, Firmino und Johnson (!) haben wir Spieler, die für Tore gut sind. Dies wird für Joselu, Derdiyok und Schipplock allerdings kein Trost sein, eine Sturmspitze wird nun halt mal an den eigenen Toren gemessen, da können sie noch soviele Lücken für die Mitspieler reisen oder für sie auflegen, am Schluss wird immer nur auf die Torquote geschaut - bei einem 4-2-3-1-System, bei dem die einzige Spitze nicht ständig mit Vorlagen gefüttert wird, sollte man davon Abstand nehmen.
 
 
+5 #2 TSG-Mitglied Arnold Maier 2012-10-17 11:09
Das was Markus Babbel schreibt ist m.E.
durchaus nachvollziehbar .
Für ein absolutes Triumphieren ist es noch zu früh.
.
Aber Pessimismus ist auf gar keinen Fall angesagt. Am Freitag müssen 3 Punkte her; Greuther - Fürth können, nein müssen wir schlagen! Also, lieber Markus Babbel, strengt euch alle an, Du und unsere geschätzten Spieler, wir drücken die Daumen..
Sieg, Sieg, Sieg....
Herzlichst, Arnold
 
 
+7 #1 Ernie 2012-10-17 09:50
"Das ist normal in unserem System", sagt Babbel. Ich konnte noch nicht erkennen welches System er überhaupt spielen lässt.
Fakt ist doch, dass unsere Stürmer oft alleine auf sich gestellt sind, weil aus dem Mittelfeld nicht viel kommt.
Mit Usami, Firmino, Volland und Salihovic haben wir Spieler die technisch alles drauf haben um viele Gegner schwindelig zu spielen. Viele Clubs wären froh hätten sie so ein Mittelfeld wie wir stellen könnten, wenn Babbles System das erlauben würde.
Mit Rudy haben wir einen Stammspieler im Mittelfeld, der verzögert aber nach vorne so gut wie keine Wirkung erzeugt.
Bei uns geht bei Standarts keine Gefahr mehr aus, wie sollte auch, wenn der beste für diese Sachen, Sali, nur auf der Bank versauert und Frust schiebt.
Babbels nicht vorhandenes System hat viele Geheimnisse bin echt mal gespannt wann wir hinter diese genialen Dinge kommen.
Wir werden sehen wie die Sache gegen Fürth läuft. Wer glaubt die Kiste ist für uns bereits gelaufen täuscht sich gewaltig.
Die werden hinten drin hängen und auf Konter lauern. Babbels "System" wird dafür sorgen, dass wir mit der Fürther Defensive nichts anfangen können, uns im Mittelfeld festbeisen um am Ende ins offene Fürther Messer laufen.
Defensive Mannschaften konnten wir in der Vergangenheit auseinander nehmen. Da war auch Rangnicks one-touch Fußball angesagt. Schnell und sicher gings da so ab, so dass die Gegner gar nicht wussten woher die Schläge kamen.
Babbels Nicht-System ist abwartent und sorgt immer dafür, dass der Gegner sich wunderbar ordnen kann. Von Überraschungen bleiben defensive Teams in den meisten Fällen bei uns verschont.
Das ist meine Sicht der Dinge. Ich würde mich sehr freuen wenn ich in vielem irren würde und Babbel uns, nicht nur verbal, ein Stück weiterbringt.
 

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