Wieses Premiere im neuen Zuhause
Geschrieben von: Achim Wittich   
Freitag, den 03. August 2012 um 07:09 Uhr

Wiese-230712-06Der Nachfolger von Publikumsliebling Tom Starke steht zum ersten Mal in der Rhein-Neckar-Arena im Tor

 

Zum ersten Mal wird Tim Wiese am Sonntag um 15 Uhr in der Rhein-Neckar-Arena für seinen neuen Arbeitgeber zwischen den Pfosten stehen. 1899 Hoffenheim testet im Rahmen des Fan- und Familientages gegen den spanischen Erstligisten Betis Sevilla, der am vergangenen Sonntag beim Zweitliga-Aufsteiger SV Sandhausen locker mit 4:0 (2:0) gewinnen konnte. Doch bereits bevor Wiese seine Premiere in Sinsheim gibt, können sich die Anhänger des Bundesligisten ab 11 Uhr rund um die Arena die Zeit bestens vertreiben. Neben zahlreichen Aktionen dürfte bei weiter schwülwarmen Temperaturen vor allem der überdachte Bitburger-Biergarten ein Anziehungspunkt sein. Nach dem Kick gegen die Spanier schreiben sich die Spieler von Trainer-Manager Markus Babbel ab 17.30 Uhr die Finger bei einer Autogrammstunde wund. Über den ganzen Tag verteilt erwarten die Hoffenheimer bis zu 20.000 Fans.

Babbel bleibt auch zwei Wochen vorm Pokalduell beim Berliner Regionalligisten Berliner AK und drei Wochen vorm Bundesliga-Auftakt in Mönchengladbach seiner Linie treu. "Ich nehme nicht wirklich Rücksicht auf dieses Spiel. Wir müssen in Berlin und Gladbach frisch und bei 100 Prozent sein", zieht der ehemalige Profi sein Vorbereitungsprogramm ohne Rücksicht auf Verluste durch. Babbels wohl derzeit wichtigste Erkenntnis dabei: Wer seiner Profis beißt sich bei der ungewöhnlich langen und intensiven Quälerei am besten durch?

Der Ex-Nationalspieler möchte der möglichen Aufstellung am Sonntag nicht allzu große Bedeutung beimessen. Nicht zuletzt, um den Konkurrenzkampf noch einmal anzuheizen, hat sich Babbel dazu durchgerungen, mit dem Brasilianer Chris - immerhin bereits 33 Jahre alt und zuletzt häufig verletzt - noch einen weiteren Spieler unter Vertrag zu nehmen. "Im Vorjahr hat sich die Mannschaft quasi von alleine aufgestellt, aber wir wollen aus dieser Wohlfühloase raus", betont Babbel immer wieder.

Chris, dem sechsten Klienten von Spielerberater Roger Wittmann bei 1899, bescheinigt Babbel , ein "Top-Profi zu sein". Der Defensivallrounder befände sich in einem guten körperlichen Zustand, gemessen an der Tatsache, dass er zuletzt fast ausschließlich alleine trainiert habe. Es bleibt allerdings tatsächlich abzuwarten, ob der von vielen Experten schon als Auslaufmodell abgestempelte ehemalige St. Paulianer, Frankfurter und Wolfsburger noch einmal zu alter Form finden kann.

Den Konkurrenzkampf beim Kraichgau-Klub verloren hat bereits seit einiger Zeit Ryan Babel, der zwischenzeitlich zur U 23 abkommandiert wurde. Der Holländer wird nun fast täglich mit anderen Vereinen in Verbindung gebracht. Laut RNZ-Informationen könnte Babel tatsächlich sehr bald von der Gehaltsliste bei 1899 gestrichen werden. Der Vertrag mit "Altlast" Wellington, der bereits mehrfach ausgeliehen war, wurde gestern mit sofortiger Wirkung aufgelöst.

In der heiß diskutierten Kapitänsfrage lässt sich Babbel weiter Zeit, "zwei bis drei Kandidaten" hat er im Sinn - Tim Wiese inklusive. Erst recht, wenn dessen Einstand im neuen Zuhause gelingt.

 

Kommentare 

 
0 #8 Karen 2012-08-07 08:29
Hallo Sigi,
für einenTeil der Unverbesserlich en kann ich nur sagen, dass wir klatschen bei guten Spiel und Vergleiche ziehen ... Und uns beim ersten Spiel im Stadion schon gewundert haben über z.B. die Faustabwehr nach vorne (was Tom Starke angelastet wurde) und die abenteuerliche Abwehr im Strafraum... Was wäre passiert, wenn dieser Patzer zum ersten Gegentor geführt hat. Unser Fazit war: kein großer Unterschied und natürlich kann auch ein Tim Wiese in der kurzen Zeit die Abwehr noch nicht dirigieren und "wach" halten bis zum Schluss. Der Gegentreffer war leider wieder vorhersehbar... Aber auch hier war der Torwart leider alleine gelassen worden.
Noch fehlt mir die rechte Begeisterung und rufe nicht seinen Namen, aber ich pfeife ihn nicht aus. Bislang habe ich habe Hoffenheim aus anderen Intensionen unterstützt, nämlich, weil ich junge, hungrige Spieler sehen wollte, die auch gerne mal verlieren aber Leidenschaft versprühen. Ich suche jetzt nach einem neuen Grund und habe testweise meine Dauerkarte noch mal weiter trotz allem verlängert. Es ist eben eine andere Mannschaft und ein anderer Verein geworden. Und da gebe ich recht - darüber bestimmt der Geldgeber und die Sponsoren. Als Fan muss man sich nur das passende Zuhause suchen.
 
 
0 #7 Torsten 2012-08-06 22:47
Nicht wer das Geld gibt bestimmt, sondern wer denjenigen steuert:

"Bekanntheit erlangte Rogon auch durch eine hohe Konzentration von Spielern bei jeweils einem Verein. So war die Agentur beim 1. FC Saarbrücken, Waldhof Mannheim, Wormatia Worms, Jahn Regensburg und dem 1. FC Kaiserslautern tätig. Vereine, die später in große finanzielle Schwierigkeiten stürzten. Bis heute eilt den Leuten von Rogon der Ruf voraus, sie würden sich mitunter nachhaltig in die Politik der betroffenen Vereine einmischen."

http://forum.stuttgarter-nachrichten.de/board/viewtopic.php?t=2869&postdays=0&postorder=desc&start=17070&sid=115123de8dc3cf8b412251959fb5005c

Es geht ja auch weniger darum, dass Starke "gefeuert" wurde sondern um das wie! Wie bei Stani auch wurden wir belogen ! Wiese stand sogar schon fest, da war noch nicht mal ein Babbel da. Stani war VOR dem Pokalspiel schon entlassen. Die schlechten Leistungen ab dem Herbst unter Stani sind auch erklärbar. Da kamen nämlich einige ROGON Spieler zurück, die nicht so einfach ausgetauscht werden konnten vom Trainer Stanislawski. Erinnert sich noch wer dass auch unter Ralle manche Spieler komischerweise immer spielten trotz schlechter Leistungen. Entweder waren die gutbezahlt oder hatten einen gewissen Berater. Als echter Fan soll ich sowas ignorieren? NIEMALS !!!
 
 
+1 #6 Karl Schorle 2012-08-06 11:44
@sigi, die "Starke-Fraktion" hat ihren Unmut zur Art & Weise der Entlassung von Starke geäußert. Niemand von diesen Leuten hat etwas gegen Tim persönlich. Tom & Tim sind hierbei nur Spielball in einem unschönen Theaterstück gewesen.
 
 
-16 #5 sigi 2012-08-05 21:00
Ich bin mal auf die "Starke-Fraktion" gespannt!
 
 
+16 #4 klaus 75 2012-08-05 09:10
Hallo Tim,
wir von der Nordtribühne begrüßen Dich ganz herzlich in unseren Reihen und wünschen Dir einen guten Einstand und viele gute u. erfolgreiche Spiele.Du darfst auf unsere Unterstützung bauen.
Auch wir sind treue Fans,wir passen nun mal nicht alle in den S-Block.Wir würden
uns freuen, wenn Du u.die Mannschaft nach dem Spiel auch mal zu uns kommst. Bisher
wurden wir als Fans ignoriert. Kann ja nur besser werden. Wir verstehen auch die Entscheidung pro Tim, denn die last-minute-Tore sind immer vor unseren Augen gefallen.
 
 
+9 #3 wolfa 2012-08-05 01:33
Die Antwort kann man für alle Fans der Fußball Szene geben. Wer das Geld gibt oder hat, bestimmt. Es macht keinen Sinn darüber zu diskutieren. Entweder man akzeptiert diese Mechanismen, oder man bleibt weg. Alles andere ist Heuchelei.
 
 
+2 #2 Karen 2012-08-04 23:14
... Hallo Karl, das nennt man Vitamin B und gemeinsames Interesse u.a. auch am Golfspiel. Irgendwann wird's wieder anders - ich versuche mich in Geduld zu üben. Ist aber letztlich auch eine Arbeitsentlastu ng für den Trainer-Manager. So werden im die von ihm gewünschten Spieler auch auf den Silbertablett präsentiert und der Trainer hat mehr Zeit für die Mannschaft und für die Planung der weiteren Abgänge (leider aber auch der eigenen Jugend :-( )
 
 
+24 #1 karl aus ulm 2012-08-04 14:32
Also für diesen Roger Wittmann scheinen die Scheunentore bei 1899 Hoffenheim weit aufzustehen, dabei ist er doch nur Spielerberater. Fünf Innenverteidige r stehen zur Verfügung, mit Chris jetzt also sechs. Das ist nicht nachvollziehbar und dazu muß Markus Babbel noch gute Miene machen. Wer ermöglicht diesem Roger Wittmann soviel Einfluß bei der TSG? Möglicherweise nimmt er per Spielerverträge noch Einfluß auf die Mannschaftsaufs tellung. Vielleicht gibt mir da ein Hoffe-Fan die Antwort. Als Ulmer bin ich da zuweit weg vom Geschehen. Spielerberater haben in der Vereinspolitik nichts zu suchen. Ein Verein muß selbst in der Lage sein, Spielerverpflic htungen nach sportlichen Gesichtspunkten zu tätigen. Wenn zu diesem Zweck bei der TSG 1899 Hoffenheim Spielerberater hinzugezogen werden müssen und dem Trainer aber die sportliche Verantwortung zugeschoben wird, dann ist das nicht in Ordnung!
 

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