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| Keine Jubelarien, aber viel Musik |
| Geschrieben von: Claus Weber |
| Donnerstag, den 19. Juli 2012 um 07:00 Uhr |
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Der Sängerbund Wiesental hatte gestern Abend seine Übungsstunde ins Seppl-Herberger-Stadion verlegt und alle Mitglieder aufgefordert, den befreundeten Fußball-Verein im Testspiel gegen die Profis von 1899 Hoffenheim anzufeuern. Der kleine Umzug hat sich für die Gesangsfreunde gelohnt, denn sie sahen ein Spiel mit viel Musik drin, eine Wiesentaler Mannschaft, die nicht sang- und klanglos unterging und einen Markus Babbel, der nach dem hochverdienten 10:1 (5:1)-Sieg seines Teams zwar keine Jubelarien sang, aber ganz zufrieden war. „Es hat größtenteils gepasst“, sagte der Hoffenheimer Coach, „wichtig war, dass die Jungs Spaß hatten und dass sie Tore erarbeitet und erzielt haben.“ Der Bundesligist wirkte wesentlich frischer als bei den beiden mühsamen 3:0- Erfolgen in Walldorf und Stadelhofen – allerdings stammte der Gegner diesmal aus der Kreisliga und hatte sich lediglich mit einigen Verbands- und Landesligakickern aus Kirrlach, Forst, Heidelsheim und Bruchsal verstärkt. Und: Die Hoffenheimer bestritten ihren fünften Test nicht mehr aus dem vollen Training heraus. Babbel hatte gestern nur einmal auf den Übungsplatz gebeten. Nicht geschont wurden dafür die beiden Neuzugänge Matthieu Delpierre und Eren Derdiyok, die gestern Abend ihre Premiere im TSG-Trikot feierten. „Beide waren gut“, meinte Babbel. Derdiyok legte gleich zweimal ganz uneigennützig für Kevin Volland auf. Der frühere Sechziger bedankte sich mit zwei Toren und kröntedamiteinestarkeLeistung. Andem 19-jährigen Offensivmann werden die Hoffenheimer noch viel Freude haben. Und Matthieu Delpierre? Er leistete sich erst einen Stopp-Fehler, dann ließ er den davon eilenden Robin Marton ziehen – so dass Wiesental zwischenzeitlich auf 1:2 (24.) verkürzte. Der Ex-Stuttgarter kann mildernde Umstände geltend machen. Nach langer Verletzung ist er noch gar nicht richtig ins Mannschaftstraining eingestiegen. Markus Babbel urteilte denn auch gütig: „So ein Missgeschick kann passieren, sonst war er sehr konzentriert.“ Eren Derdiyok müsse körperlich noch zulegen und weiter an sich arbeiten, meinte Babbel, dann sei er nicht zu bremsen. Der Schweizer Stürmer spürt den Atem der Verfolger. Sven Schipplock empfahl sich gestern mit drei Toren nachdrücklich. Die übrigen Treffer steuerten Neuzugang Filip Malbasic, der sehr bemühte, aber oft glücklose Ryan Babel, Joseph- Claude Gyau, Michael Gregoritsch sowie Sebastian Rudy bei, der eine Halbzeit lang die Kapitänsbinde trug, ehe Tobias Weis nach der Pause in die Rolle des Spielführers schlüpfte. Ein Fingerzeig für die neue Saison? Schwer zu sagen: Babbels Favorit dürfte wohl eher Taktgeber Sejad Salihovic sein, der gestern Abend ebenso wie zehn weitere Profis fehlte. Den Wiesentaler Sangesbrüdern war’s egal. Sie holten ihre Chorprobe gut gelaunt im Festzelt nach. |
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