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| Babbel: "Mir war einfach langweilig!" |
| Geschrieben von: Jonas Keinert |
| Dienstag, den 19. Juni 2012 um 20:11 Uhr |
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Letztes Jahr schüttete es wie aus Kübeln, als Holger Stanislawski sein erstes Training als neuer Hoffenheimtrainer im Dietmar-Hopp-Stadion hielt. "Hanseatischer Auftakt" damals - heute herrschte schwüle Hitze und Sonnenschein. Nur die ganz großen Optimisten mögen da schon von einem Vorzeichen für eine erfolgreichere Saison sprechen. Die Haupttribüne war jedenfalls picke packe voll. Blau-weiß prangte es im Dietmar-Hopp-Stadion in Hoffenheim. Knapp 1.600 Fans kamen zum ersten, öffentlichen Training ihrer Mannschaft. Die ist von Grund auf verändert. 11 Spieler sind gegangen, 7 Neue sind schon da - jedenfalls fast. Denn Tim Wiese, der gerade mit Deutschland bei der EM auf Titelkurs ist und Eren Derdiyok fehlten noch. Ebenso die Nationalspieler Isaac Vorsah und Fabian Johnson, sowie Gylfi Sigurdsson, der für Vertragsverhandlungen in England Sonderurlaub erhielt. Neuzugang Matthieu Delpierre (Kniereizung) sah sich die erste Trainingseinheit aus Verletzungsgründen ebenso von der Ersatzbank an, wie Roberto Firmino (Bänderrisse) und Sejad Salihovic (Wadenprobleme). Mit dabei waren dafür Takashi Usami, Stephan Schröck, Kevin Volland und Michael Gregoritsch, die von Stadionsprecher Mike Diehl zwischendurch vorgestellt wurden. Auch der zuletzt verletzte Boris Vukcevic nahm an der Einheit mit der Mannschaft teil. Für ein zweiwöchiges Probetraining ist der zurzeit vereinslose, 28-jährige Schotte Mark Fotheringham bei der Mannschaft. Aus der A-Jugend wurde Ahmed Sassi zu den Profis hochgezogen, aus der U23 dürfen sich Gyau, Thesker, Wieser und Grahl zeigen. "Wir sind sehr zufrieden mit den Spielern, die zu uns gekommen sind", sagt Babbel über seine Neuzugänge. "Sie haben hohe Qualität. Ich hoffe, dass sie sich schnell wohlfühlen und das zeigen, was sie draufhaben. Ich hoffe, dass wir damit eine sehr ordentliche Rolle in der Bundesliga spielen." Als erstes Bundesligateam startet 1899 Hoffenheim in die Vorbereitung auf die neue Saison. "Wer mich kennt, weiß, dass ich kein Streber bin. Mir war einfach langweilig, deshalb haben wir früher angefangen", war Markus Babbel zum Scherzen aufgelegt. "Nein, ich habe mir natürlich etwas gedacht. Die Jungs hatten fünf Wochen Urlaub, das reicht aus." Nun erwarte die Profis "unangenehme Arbeit", kündigt Babbel an. Schon im letzten Jahr waren ihm konditionelle Defizite aufgefallen. Die will der Cheftrainer nun ausmerzen: "Wir wollen nicht, wie in der letzten Saison nur eine Halbserie gut spielen, sondern eine ganze Saison. Wir waren nicht in der Fitness und konnten nicht mehr oben rankommen. Daran wollen wir arbeiten." |
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