Rangnick schließt Verstärkungen in nächster Zeit aus
Geschrieben von: Jonas Keinert   
Mittwoch, den 28. Juli 2010 um 14:43 Uhr

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Trainer Ralf Rangnick rechnet nicht mehr damit, dass während des Trainignslagers noch ein neuer Spieler zu Hoffenheim stößt

 

Ralf Rangnick ist derzeit nicht zu beneiden. Der Kader, mit dem Rangnick in die neue Saison startet, ist vier Wochen vor dem Saisonstart längst nicht komplett. Seit Wochen fordert der Trainer drei neue Spieler. Vor allem im Angriff drückt der Schuh. Mit den Ausfällen von Eduardo, Ba und Obasi und dem Verkauf von Maicosuel ist die Personaldecke in der Offensive extrem dünn geworden. Ins Trainingslager nach Leogang nahm Rangnick sogar zehn U23-Spieler mit, um vernünftig trainieren zu können. Die Nachwuchskräfte machen ihre Sache gut, doch Rangnick weiß: "Die Frage ist in der Tat, ob das Niveau, das wir im Moment haben, auch für eine gesamte Bundesligasaison reicht."

 

Vedad Ibisevic ist derzeit der einzige fitte Stürmer, der seine Bundesligatauglichkeit bereits bewiesen hat. Doch seit Montag sagt Rangnick: "Ich kann definitiv ausschließen, dass ein Neuzugang noch im Trainingslager zu uns stößt."Die Verhandlungen stocken. Mit den Wunschspielern Gündogan (19) und Ramos (24) ist sich Rangnick weitestgehend einig. Doch die Ablöseverhandlungen stocken. Weder Nürnberg (fordern rund acht Millionen für Gündogan) noch Berlin (wollen zehn Millionen Euro für Ramos) sind bereit von ihren Forderungen abzurücken.

Verpflichtungen auf Teufel komm raus schloss Rangnick aber aus: "Die sportliche Leitung hatte bei jedem einzelnen Transfer in den letzten Jahren im Auge. Damit will ich nicht sagen, dass jeder Transfer ein Volltreffer war."

Differenzen zwischen Rangnick und Hopp will sich der 1899-Trainer aber nicht andichten lassen: "Man sollte es jetzt nicht so darstellen, als ob es auf der einen Seite jemanden gibt, der sparen will und auf der anderen Seite einen Trainer, dem der finanzielle Aspekt am Arsch vorbei geht. Das ist nicht der Fall!"

Die Notwendigkeit von Verstärkungen bleibt, so Rangnick: "Man muss sehen, welche Situation wir momentan haben. Ich kann nur auf die momentane sportliche Situation hinweisen, auch wenn das dem einen oder anderen nicht gefällt. Diese Situation macht es notwendig, dass wir in den nächsten Wochen der Mannschaft personell zusätzliche Qualität geben. Die Spieler, die jetzt da sind, sehen das im Übrigen genauso."

 
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