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| Starke, Kaiser, Sigurdsson - 15 Profis müssen gehen! |
| Geschrieben von: Jonas Keinert |
| Freitag, den 27. April 2012 um 07:41 Uhr |
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Markus Babbel krempelt 1899 Hoffenheim um! "Wir haben im Moment 40 Mann im Kader", rechnet der Trainermanager vor. "Ich will 25 Mann, mit denen ich tagtäglich arbeiten kann." Heißt: 15 Profis müssen 1899 noch verlassen. Babbel bestätigt: "So ist der Plan!" Der Trainer, der mit 1899 in die Champions League will, muss Platz schaffen im Personaletat. Bis jetzt hat Babbel Gregoritsch, Volland, Delpierre, Schröck und aller Voraussicht nach Wiese als Neuzugänge im Kader. Zudem soll ein guter Stürmer kommen und auch die Vertragsverlängerungen mit Weis und Salihovic waren wohl nicht billig. Damit die Personalkosten nicht wieder explodieren, muss Babbel an anderer Stelle Gehalt einsparen und Platz schaffen. "Wir wollen finanziell unter dem Limit bleiben", sagt Babbel. "Da muss man abklappern, was möglich ist." "Wir werden keinen vom Hof jagen, aber sie müssen sportliche Perspektiven sehen", sagt Babbel. "Ich kann nur Empfehlungen geben. Ich werde meine sportliche Einschätzung in den nächsten Tagen abgeben und erklären, dass es für den ein oder anderen sehr schwer wird, hier zu spielen. Man muss einen Weg finden, sich zu trennen." Babbel erklärt: "Der Antrieb jedes Einzelnen muss sein, auf dem Platz zu stehen. Wenn es schwer ist, sich durchzusetzen, muss man einen Weg finden. Ich will keinem im Weg stehen. Die Jungs wollen kicken. Wenn ich ihnen diese Möglichkeit nicht bieten kann, macht es Sinn, sich Alternativen für Hoffenheim zu suchen." Doch wer steht auf Babbels Streichliste? Unlängst verkündete der Trainer, dass er ohne Dominik Kaiser plant. Babbel machte auch kein Geheimnis daraus, dass er Knowledge Musona - mindestens - ausleihen möchte. Auch die aktuell ausgeliehenen Spieler Jukka Raitala (CA Osasuna), Franco Zuculini (Real Saragossa) und Wellington (Club Atlético Linense) sollen nach Möglichkeit nicht zur TSG zurückkehren, sondern andere Alternativen finden. Der Abgang von Srdjan Lakic, der ohnehin nur ein halbes Jahr vom VfL Wolfsburg ausgeliehen war, ist ebenfalls beschlossen. Gestern verkündete die TSG zudem, dass man sich von Andreas Ibertsberger trennt. Sein Vertrag wird - genauso wie der von Daniel Haas - nicht verlängert. Kein Geheimnis ist auch, dass sich Tom Starke wohl einen neuen Verein suchen darf, wenn Tim Wiese tatsächlich nächste Woche von 1899 Hoffenheim verpflichtet wird. Denn Babbel verkündete unlängst, er sehe Koen Casteels als Hoffenheims neue Nummer 2. Auch die Besserverdiener Ryan Babel und Edson Braafheid dürfen Hoffenheim verlassen. Mit Babels Leistungen war Markus Babbel zuletzt oft unzufrieden. Der Holländer ist einer der Top-Verdiener im Kader. Sein Abgang könnte den Weg für einen treffsichereren Stürmer ebnen. Babbel über die beiden Holländer: "Sie haben hier Verträge und ich werde mir Gedanken machen und alles Revue passieren lassen. Ich werde analysieren, warum etwas vielleicht nicht funktioniert hat. Die Frage ist, was die Jungs wollen. Ich gehe im Moment aber davon aus, dass sie zum Saisonstart da sind." Was sich ändern könnte, sobald ein Angebot eintrifft. Genau umgekehrt verhält es sich bei Gylfi Sigurdsson. Ihn will Markus Babbel eigentlich behalten. "Ich plane mit ihm", sagt Babbel über den Shooting-Star der englischen Premier League, der bei Hoffenheim noch bis 2014 unter Vertrag steht. Doch der Isländer würde lieber auf der Insel Fußball spielen, als im Kraichgau. Noch ist kein Angebot für "The Sig" eingegangen. Was passieren wird, falls jemand in den Poker um Sigurdsson einsteigt, ist offen. Damit stehen 12 potenzielle Abgänge für die neue Saison im Raum. Doch wer muss noch zittern oder sich nach einem neuen Verein umsehen? Als gesetzt bei Markus Babbel können die Spieler angesehen werden, auf die der Coach zuletzt vertraute: Compper, Vorsah, Vestergaard, Johnson, Rudy, Williams, Weis, Salihovic, Firmino, Vukcevic und wohl auch Schipplock. Die Winterneuzugänge Thesker und Wieser will Babbel nach eigener Aussage ebenfalls behalten. Torwart Koen Casteels, sowie die Nachwuchstalente Kevin Conrad und Joseph Gyau haben ebenfalls Perspektiven. Jens Grahl, der aus Paderborn zurückkehren wird, soll die U23 verstärken. Bleiben noch einige Wackelkandidaten. Der Prominenteste: Kapitän Andreas Beck. Babbels Statement zur Kapitänsfrage in der kommenden Saison, klingt nicht nach uneingeschränkter Rückendeckung für Beck. Zudem hat Babbel mit Stefan Schröck einen vielseitigen Spieler verpflichtet, der Beck "Konkurrenz machen" soll. Schwer wird es auch für Talent Tobias Strobl, sich an Weis, Rudy und Williams im defensiven Mittelfeld vorbeizukämpfen. Strobls Vertrag läuft aus, beide Seiten besitzen jedoch die Option auf eine einjährige Verlängerung. Im Angriff ist die Zukunft von Michael Gregoritsch, Peniel Mlapa und Denis Thomalla offen. Thomalla spielte bereits unter Holger Stanislawski keine Rolle mehr und konnte sich auch bei Markus Babbel bis jetzt nicht herankämpfen. Dass sich der erst 18-jährige Österreicher Gregoritsch auf Anhieb bei den Profis etablieren wird, ist fraglich. Zuletzt spielte er bei seinem Heimatklub SV Kapfenberg nicht mehr regelmäßig. Auch ob Peniel Mlapas unbestritten hohes Talent ausreicht, um dauerhaft im TSG-Kader zu stehen, ist offen. Seine Torjägerqualitäten stellte er in den letzten Monaten fast ausschließlich in Deutschlands U21-Nationalmannschaft unter Beweis. Mit Mlapas Trainingsleistungen war Babbel zuletzt mehrfach unzufrieden und forderte höheren Einsatz von Mlapa. Mlapa schaffte es unter Babbel nicht in die Startelf, ist meist nur Einwechselspieler. Zudem erhält der Ex-1860er mit Kevin Volland weitere Konkurrenz aus seiner alten Heimat. Markus Babbel sucht zudem einen treffsicheren Zentrumsstürmer, ein Vertrauensbeweis in Mlapas Stärken auf dieser Position ist das nicht. Welchen Plan Markus Babbel mit Kevin Volland, der von Babbels Vorgänger Ernst Tanner verpflichtet wurde, verfolgt, gab der Coach noch nicht bekannt. Andererseits sprach sich Markus Babbel, als Gerüchte auftauchten, die Mlapa mit einem Wechsel zu Borussia Mönchengladbach in Verbindung brachten, für einen Verbleib Mlapas bei der TSG aus. Bleiben noch zwei Spieler übrig, um die es zuletzt still war: Die Rekonvaleszenten Matthias Jaissle und Manuel Gulde. Beide wurden durch Verletzungen um Jahre zurückgeworfen. Guldes Vertrag bei 1899 läuft noch bis 2013. In der Rückrunde konnte er sich bei der U23 endlich wieder Einsätze erarbeiten (12 Spiele, ein Tor). Wie es für ihn weitergehen wird, ist offen. Unklar ist, wann und ob Matthias Jaissle (Vertrag bis 2015) zurückkehren wird. Die Chancen des Innenverteidigers mit dem großen Kampfgeist stünden "fifty-fifty", so Markus Babbel über ein mögliches Comeback Jaissles in der kommenden Saison. Doch selbst wenn sich Jaissle wieder an das Team herankämpfen kann, stehen mit Delpierre, Vestergaard, Compper und Vorsah vier Innenverteidiger im TSG-Kader, die mit ihm konkurrieren. Jaissles Talent ist unbestritten. Nicht umsonst stand er vor seinem Kreuzbandriss sogar auf dem Zettel von Nationaltrainer Joachim Löw. Doch ob der Körper des 24-Jährigen die Belastung im Profifußball noch einmal mitmacht, ist offen. Noch ist Babbels Entscheidung über die Zukunft wohl nicht bei jedem Spieler gefallen. "Ich muss überzeugt sein", sagt der Trainer. Einige Gespräche hat Babbel bereits geführt, andere stehen noch aus: "Für einen Spieler ist es auch lohnenswert, sich Gedanken zu machen, ob er sich verändern will. Dann muss man sehen, ob man zueinander findet. Das habe ich aber noch nicht mit jedem gemacht." Unklar ist, ob Babbels Vorstellungen sich so einfach umsetzen lassen und ob der Wunsch, sich von einigen Spielern zu trennen, um den Etat zu entlasten, mit den nötigen Interessenten für die jeweiligen Spieler unterfüttert werden kann. Das Vorhaben birgt zumindest das Risiko, dass die Personalkosten noch einmal nach oben schnellen, falls man die gewünschten Spieler nicht verkaufen oder ausleihen kann. Fest steht aber eins: Das Gesicht der TSG wird sich in der kommenden Saison verändern. |
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Wiese drückt Hoffenheim die Daumen
Super Tim W.,Glaub`an Dich, u. Du wirst zurückkomm...
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Kommentare
40 Spieler im Kader sind nun wirklich viel zu viel, so viel hat niemand in der Bundesliga! Auch die bayern haben nur 27 oder 28 Leutchen...
Und besser, man hat 28 Leute und darunter 5-6 hervorragende Spieler als 40 Mann und alles Mittelmaß ...
Die meisten Spieler, die aussortiert werden sollen, sind doch Pfeifen! Das sind Spieler, die sich ein paar Monate angestrengt hatten um sich dann auf die faule Haut zu legen und einen millionendickes Gehalt abzukassieren. Selbst Wellington ist noch bei Hoffenheim (dere gerade mal 2 Monate lang guten Fußball spielte ...).
Dem Beck sollte man Sonder-Ausdauertrainin g verpassen und ihm einbläuen, sich nicht ständig als Stürmer versuchen zu wollen. Was sucht der denn ständig in der Spielhälfte des Gegeners und sogar im 16er?
Ein Jürgen Kohler hatte gerade mal 1 Tor in seiner Bundesliga-Karriere geschossen, und das auch erst ganz zum Schluss.
Babbel ist Top, der erste Trainer seit Rangnick, der wieder Ideen hat und nicht einfach alles so dahinplätschern lässt.
Bei "The Sig" könnte ich mir vorstellen, dass ein Verkauf wirklich sinnvoller wäre, welche Position soll er in welchem System spielen. Bei einem 4-4-2 gibt es keine, weil er über Aussen einfach zu wenig agil ist, im 4-2-3-1 ist die zentrale Position hinter der Spitze mit Sali bestens besetzt und als Backup für Sali wäre Gylfi sicher zu wertvoll. Auf jeden FAll ist es spannend zu sehen, wie ein Kader methodisch zusammen gestellt wird!
PS.: das sind die, welche immer eine 5er Leistung abliefern.
" Nicht versetzt "
Ansonsten sind die personellen Maßnahmen vollkommen in Ordnung. Das Mißverständnis Babel sollte sowieso so schnell wie möglich beendet werden.
Ein Teil der Verträge läuft dann zwar 2013 aus, aber sind das dann auch immer genau die Richtigen, die auch wirklich gehen sollen?
Wenn er den Kader ausdünnt auf 25 Mann, das ist aber Mindestmaß!, und er erreicht mit seinem "mia san mia"-Bayern-Gen tatsächlich die CL oder zumindest EL, müssen wir nächstes Jahr doch wieder einkaufen gehen - und dann erst recht nicht aus dem "Sonderangebotsr egal". Man will ja dann dort bestehen können und dafür wohl nicht den Preis zahlen, den MBs einer Ex-Verein, die Hertha, damals gezahlt hat, international zwar ganz ordentlich aufzutreten, aber abzusteigen aus der Liga. (Dieses schafft die Hertha jetzt auch ohne internationales Geschäft möglicherweise wieder - mit Hoffes Zutun.)
Der Titel des Artikels ist etwas unglücklich gewählt, Sigurdsson soll ja bleiben, aber er will gar nicht. Nun sehe ich da auch ein Problem, dass nämlich The Sig besser zum englischen Fußball passt, der etwas langsamer, aber erheblich "rustikaler" ist. Er war bei uns aus dem Spiel heraus deutlich weniger erfolgreich als bei den Standards.
Tom Starke und Dominik Kaiser sind die Spieler, die wirklich bleiben UND spielen wollen, zudem Identifikations figuren und sehr beliebt bei den Fans sind auch aufgrund ihres jeweiligen Charakters. Beide sind absolut leistungswillig , haben keine Riesenschwankun gen in der Leistung gezeigt, so dass ich mich als Fan nur für den Verbleib - und den Einsatz - BEIDER Spieler aussprechen kann.
Hoffes Image sollte doch auch wieder "volksnäher" werden?!? Das ist wohl auch entweder nur ein Lippenbekenntni s oder aber ein Ziel gewesen, das mit Stanis Weggang mit über Bord geworfen worden ist, was ich sehr bedauere!
Jetzt gilt wohl in Hoffe in Zukunft anstatt "mia san mia" "mir sin mir" - wobei gerade in München diejenigen Spieler, die sich besonders für den Verein langjährig eingesetzt und um diesen verdient gemacht haben, später sehr gerne in anderer Funktion untergebracht werden...
Sig muss bleiben! Hoffenheim muss auch mal hart sein und NEIN sagen. 10 Mio für Spieler des Monates in bester Liga der Welt? Lächerlich! 15-20 Mio wäre okay.
PRO BABBEL!