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| Der Chef hat es doch noch gerichtet |
| Geschrieben von: Wolfgang Brück |
| Dienstag, den 31. Januar 2012 um 07:23 Uhr |
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Der Chef hat’s gerichtet. Srdjan Lakic wechselt nun doch von Wolfsburg nach Hoffenheim - dank Dietmar Hopp. Der Gesellschafter des Bundesligisten vereinbarte gestern am späten Abend im Beisein einer der Geschäftsführer, dass der 28-jährige Stürmer bis zum Saisonende auf Leihbasis in den Kraichgau kommt. Danach wird entschieden, ob Lakic einen längerfristigen Vertrag erhält. Eine Kaufoption oder ein Vorkaufsrecht hat Hoffenheim nicht. „Wir freuen uns, dass wir eine für alle Seiten vorteilhafte Lösung gefunden haben“, teilte Hopp auf Anfrage der RNZ mit. Der Mäzen konnte mit seinen Vorstellungen VW-Boss Dr. Martin Winterkorn und den Aufsichtsrat-Chef der Wölfe, Dr. Francisco Javier Garcia Sanz, überzeugen. Es war ein Agreement auf allerhöchster Ebene. Lakic kann bereits am Samstag im Heimspiel gegen den FC Augsburg und am Mittwoch darauf im Pokal-Viertelfinale gegen Greuther Fürth eingesetzt werden. Zwei wegweisende Spiele für den Bundesliga-Achten. Wenn es stimmt, was aus Wolfsburg und Kaiserslautern zu hören ist, dann bekommt Hoffenheim nicht nur einen guten Stürmer, sondern auch einen außergewöhnlichen Menschen. Der Kroate wird als bescheiden, ehrlich und loyal beschrieben. Obwohl er in Wolfsburg wenig zum Zug kam – nur zehn Spiele, davon vier über die gesamte Dauer – gab es kein Wort der Kritik gegen Trainer-Manager Felix Magath. Davor in Kaiserslautern biss er sich trotz einer Leisten- und Knöchelverletzung durch, um den Aufstieg nicht zu gefährden. In der vergangenen Saison trug er mit 16 Toren maßgeblich zum Klassenerhalt der Pfälzer bei, erzielte – ganz Profi – im entscheidenden Spiel gegen seinen neuen Klub ein Tor. Der FCK gewann mit 2:1, Wolfsburg rettete sich erst im letzten Spiel in der Sinsheimer Rhein-Neckar-Arena. Obwohl sich Lakic bereits ein halbes Jahr vor dem Wechsel mit dem Wolfsburger Trikot fotografieren ließ, was erheblichen Ärger auslöste, bereitete man ihm am Betzenberg einen herzlichen Abschied. „Er müsste acht Jahre für Lautern spielen, um auf das zu kommen, was er in Wolfsburg verdienen kann“, zeigte FCK-Boss Stefan Kuntz Verständnis. Rund drei Millionen Euro erhielt der Angreifer beim VW-Klub. Obwohl er Gehalts-Einbußen in Kauf zu nehmen bereit war, gestalteten sich die Verhandlungen schwierig. Am Sonntag schien der Transfer geplatzt zu sein. Dietmar Hopp äußerte Bedenken: „Ein langfristiger Vertrag jetzt hätte nicht in unser wirtschaftliches Bild gepasst.“ Um so erfreulicher, dass nun der Königsweg gefunden wurde. Nach dem Weggang von Chinedu Obasi (zu Schalke), Vedad Ibisevic (nach Stuttgart) und Gylfi Sigurdsson (nach Swansea) hatten sich die warnenden Stimmen gemehrt. Die drei Offensivspieler haben in 220 Bundesliga-Spielen 71 Tore erzielt. Auch Hopp sah die Gefahr:„Ich weiß, dass in dieser Saison noch viel passieren kann und bin mir des Risikos bewusst. Wir sind gut beraten, wenn wir den 16. Platz im Auge behalten.“ Der Wechsel von Lakic könnte Signalwirkung haben. Mit seiner positiven Ausstrahlung hat er das Zeug zum Führungsspieler. Anders als das Trio, das Hoffenheim gerade den Rücken zugedreht hat. Es war richtig, Ibisevic, Obasi und Sigurdsson gehen zu lassen. Ibisevic war seit eineinhalb Jahren auf dem Sprung, hatte zeitweise keinen Stammplatz mehr. Zunehmend unzufrieden war auch Chinedu Obasi, der sein letztes Bundesliga-Tor für Hoffenheim vor knapp zwei Jahren erzielte. Sigurdsson ließ zu schnell den Kopf hängen. „Mit Profis, die sich nicht mehr mit dem Klub identifizieren, gewinnst du keine Spiele“, sagt Manager Ernst Tanner. Dann lieber die rund zwölf Millionen Euro kassieren, die es für die unlustigen Angreifer gab. |
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Kommentare
@Jo: ich bin ebenfalls Dauerkartenbesi tzer, aber es bricht sich wirklich keiner einen Zacken aus der Krone, wenn er mal aufsteht, klatscht und auch etwas lauter wird, um die Mannschaft zu unterstützen. Fußball ist ein Sport, der von den Emotionen lebt, da kann/muß man auch mal grölen. Wenn man eine gediegene sportliche Freizeitbeschäf tigung nachgehen will, so kann man auf den Golfplatz gehen (wo ich auch bin). Aber beim Fußball will ich schreien, Herzblut vergiessen und mich aufregen können.
Ich widerspreche einigen Vorrednern und befinde das Management für nicht erstligareif, da der einzige richtige Manager keine offizielle Aufgabe inne hat.
Armutszeugnis für Tanner, der den Deal nicht ohne Onkel Hopp geachtet hat.
Spricht für Hopp und dessen Qualitäten - bin für einen offiziellen Geschäftsführer -Posten. So kann er eingreifen und wir umgehen die 50+1 Regel
Das muß ja der wahre Messias sein!
Wenn Dietmar Hopp den Lakic-Deal nicht eingetütet hätte, wo stünden wir jetzt?
Ich glaube, du hast da etwas missverstanden. Es geht nicht darum, dass der normale Zuschauer ("Fan") den Hampelmann spielen muss und irgendwelche Laute von sich geben soll. Zwei Dinge wurden mehrmals von Stani kritisiert: 1.) Dass man der (jungen) Mannschaft etwas Kredit gewähren soll und sie nicht wegen jedem Fehl- oder Querpass auspfeifen soll. 2.) Dass man sich nichts abbricht, wenn man mal aufsteht und/oder klatscht, wenn man von den Stehplätzen dazu aufgefordert wird ("Steht auf, wenn ihr für Hoffe seid!" bzw. auf TSG mit Hoffenheim zu antworten).
Lakic kann spielen, die TSG 1899 hat bis zum Ende der Saison Verstärkung im Sturm und kann sich damit "hoffen"tlich aus dem Abstiegskampf raushalten, Wolfsburg hat die Option, Lakic wieder zurückzuholen, wenn er in Hoffenheim "einschlägt" und spart sein fürstlichen Gehalt in dieser Zeit! Wohl dem Verein, der so einen Mäzen mit solchen Connections hat! Man kann halt kein Fan von Hoffe sein, ohne nicht auch ein Fan von Dietmar Hopp zu sein oder zu werden!
Ich war mir sicher, daß Sie noch einen
Weg finden ! Das schönste Geschenk haben Sie damit uns
Mitgliedern und Fans gemacht ! Alles Gute Ihnen und unserem "Neuen", Herrn Lakic.
Wenn nicht, kann man ihn ja immerhin wieder abgeben.
Für ihn ist es hoffentlich wie ein Befreiungsschla g in einer neuen Umgebung neu anzufangen und er explodiert bei uns!
Das Management macht sich die richtigen Gedanken (Wirtschaftlich keit) und zieht die richtigen Konsequenzen (Spieler auf Leihbasis, wenn auch spitz auf knapp).
Drücken wir die Daumen auf ein gutes Ende für Hoffenheim!