Vukcevic außer Lebensgefahr!
Geschrieben von: Daniel Ernst   
Freitag, den 12. Oktober 2012 um 19:30 Uhr

Vukcevic-290812-01Der Hoffenheimer Profi hat die "akute Phase" überstanden

 

Es ist die beste Meldung des Tages: Boris Vukcevic ist zwei Wochen nach seinem schweren Unfall außer Lebensgefahr. Das hat die TSG 1899 Hoffenheim am Abend mitgeteilt. Die "akute Phase" sei überstanden und sein Zustand habe sich weiter stabilisiert, so der Verein unter Berufung auf die Heidelberger Uniklinik. Allerdings liegt Vukcevic auch weiterhin im Koma. Eine Prognose zum Heilungsverlauf sei nicht möglich.

In einer Pressemitteilung der TSG wird Trainer Markus Babbel mit den Worten zitiert: "Wir haben alle gehofft und gebangt, dass er es schafft. Uns ist klar, dass es noch ein weiter Weg ist für ihn. Doch die Nachricht gibt uns Kraft, den zuletzt schwierigen Alltag wieder ein Stück besser zu meistern. Auch die Konzentration auf die anstehenden Aufgaben in der Bundesliga wird uns nun leichter fallen."

Am Freitagmorgen hatte die Heidelberger Polizei ihre Ermittlungsergebnisse zur Unfallursache bekannt gegeben: Der 22-jährige Diabetiker war bei dem Zusammenstoss auf der B45 unterzuckert. Schon der Notarzt hatte am Unfallort festgestellt, dass der Blutzuckerwert des Mittelfeldspielers zu niedrig war. Die Ermittler hatten gleich nach dem Unfall den Zucker-Computer von Boris Vukcevic und das Diabetiker-Tagebuch sichergestellt und untersucht. An den Unfallfahrzeugen wurden keine technischen Mängel festgestellt. Vukcevic war vor zwei Wochen zwischen Bammental und Mauer in den Gegenverkehr geraten und fast frontal mit einem Laster zusammengestossen. Seit dem Unfall liegt der Hoffenheimer in einem schweren Koma.

Boris Vukcevic hatte bereits vor zwei Jahren einen Autounfall durch Unterzuckerung. Der Zusammenstoss auf der A6 verlief aber glimpflich. Bei der TSG 1899 Hoffenheim war das bekannt. "Wir hatten von dem damaligen Unfall Kenntnis. Es gab ein Ermittlungsverfahren, und es wurde ein ärztliches Gutachten erstellt mit dem Ergebnis, dass Boris Vukcevic seine Fahrerlaubnis behalten durfte“, sagte TSG-Pressesprecher Holger Tromp. Der Hoffenheimer Profi war im Oktober 2010 auf der A6 von Sinsheim Richtung Heilbronn unterwegs. Bei Bad Rappenau hatte er dann mehrfach die Leitplanke am rechten Fahrbahnrand gestreift. 1,3 Kilometer weiter war er dann mit seinem Audi A5 ungebremst in den Anhänger eines Lasters gekracht. Vukcevic kam mit Unterzucker ins Krankenhaus, konnte aber wohl schnell wieder entlassen werden.

 

 

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