By A Website Design
| Wie stark ist die Hoffenheimer Defensive wirklich? |
| Geschrieben von: Jonas Keinert |
| Mittwoch, den 24. Oktober 2012 um 08:08 Uhr |
|
21 Gegentore hat 1899 Hoffenheim in den ersten neun Pflichtspielen der Saison kassiert, 17 in der Fußballbundesliga und 4 im DFB-Pokal. Mit 17 Gegentoren ist die TSG das schwächste Team in der ersten und zweiten Bundesliga nach acht Spieltagen. Keines der 35 Profi-Teams kassierte mehr Tore im Ligabetrieb. Viel Kritik entzündete sich bei der TSG-Defensivleistung an Tim Wiese, der mit einigen Patzern in die Saison startete. Doch ist er - wie Manager Andreas Müller treffend bemerkte - "der Letzte in der Kette" der TSG-Defensive. Fehlende Abstimmung trägt ist ein Fehlerquell, ebenso das geschlossene Verteidigen der gesamten Mannschaft. Auch ein Blick in die Zweikampfstatistik der Bundesliga (Quelle: bild.de) gibt weiteren Aufschluss über die Defensivarbeit der TSG. So liegt Matthieu Delpierre mit einem sehr guten Wert von 75 % gewonnener Zweikämpfe im Moment zusammen mit Timm Klose von Nürnberg auf Rang 2 in der Liga, hinter dem Schalker Papadopoulos (78 % gewonnene Zweikämpfe). Für einen Innenverteidiger ist dies ein sehr guter Wert. Delpierre bestritt mit 108 Zweikämpfen auch außergewöhnlich viele Duelle. Zum Vergleich: Die Dortmunder Neven Subotic (68,3 %) und Mats Hummels (60,2 %), die Bayern Jerome Boateng (62,9 %) und Dante (62,6 %) oder der Schalker Joel Matip (61,7 %) liegen alle hinter Delpierre. In den vergangenen Jahren waren am Saisonende Werte bei knapp 70 Prozent für Innenverteidiger sehr gut. Vor zwei Jahren war der Ex-Hoffenheimer Pelle Nilsson mit 68,9 % bester Zweikämpfer der Liga. Er bestritt für Nürnberg allerdings nur 19 Spiele. Per Mertesacker gewann 68,66% seiner Zweikämpfe in 30 Spielen und 368 Zweikämpfen. In der letzten Saison waren der Bayer Daniel van Buyten mit 70,9 % in 13 Spielen und Gibril Sankoh von Augsburtg mit 70,4 % in 20 Spielen weit vorne. Das Manko der TSG: Nach Delpierre kommt in der Zweikämpfer-Rangliste ganz lange gar nichts. Der Nächstbeste ist Fabian Johnson auf Rang 52 ligaweit mit einem immer noch guten Wert von 60,2 %. Johnson legt dabei im Vergleich zu 2011 sogar zu, als er in der gesamten Saison 52,7 % seiner Zweikämpfe gewann. Verschlechtert hat sich hingegen bis jetzt Marvin Compper. Er gewann vor einem Jahr noch knapp 61 % seiner Zweikämpfe und liegt nun bei 58,3 %. Im Vergleich mit anderen, guten Innenverteidigern ist das eher ein mittelmäßiger Wert, allerdings auch kein schlechtes Ergebnis. Danach wird es dünner. Ex-Kapitän Andreas Beck gewann bisher 55,9 % Prozent seiner Zweikämpfe und liegt damit auf Vorjahres-Niveau (2011 gewann er 53,2 %). Gute Außenverteidiger wie Holger Badstuber (70,4 % - wurde auch schon in der Innenverteidigung eingesetzt), Philipp Lahm (62,5 %), Benedikt Höwedes (73,5 %) oder Karim Haggui (71,9 %) in der Liga können bisher deutlich höhere Werte ausweisen. Neuzugang Stephan Schröck wurde in der Statistik von bild.de im laufenden Wettbewerb trotz drei Einsätzen noch gar nicht erfasst. Patrick Ochs taucht auf - er belegt Rang 245. Ochs wurde erst zweimal eingesetzt, darunter einmal gegen Bayern München in der Offensive und gewann nur 31,25 % seiner Zweikämpfe. Er belegt Ligaweit damit den sechstletzten Platz und weist mit großem Abstand den schlechtesten Wert aller Abwehrspieler in der Liga auf. Der nächst-bessere Verteidiger ist Robin Knoche auf Rang 175 mit 43% seiner gewonnenen Zweikämpfe. Die geringe Einsatzzeit spricht für Ochs, doch auch früher waren seine Zweikampfwerte kaum besser. 2010 gewann er für Eintracht Frankfurt in 30 Spielen 46 % seiner Zweikämpfe und war mit 58 Fouls unfairster Verteidiger der Liga, 2011 in Wolfsburg kam Ochs auf 42,5 %. Für Außenverteidiger sind auch dies schwache Werte. Im defensiven Mittelfeld ist Sebastian Rudy Hoffenheims bester Zweikämpfer. Er gewann 55 % seiner 92 Zweikämpfe. Tobias Weis (46,6 % in 2 Spielen) und Daniel Williams (41,7 % in 6 Spielen) weisen dagegen schwächere Werte auf. Tobias Weis zeigt dabei fast die gleiche Quote wie in den beiden Vorjahren (2010: 43 % und 2011: 45 %). Williams liegt im Vergleich zum Vorjahr hinter seinem Durchschnittswert von 53,7 % zurück. Top-Werte für zentrale Mittelfeldspieler sind dies nicht. Der Augsburger Marcel de Jong führt die Liga im Moment auf dieser Position mit 64,2 % an, auch Top-Spieler wie Sebastian Kehl (62 %) oder Roman Neustädter (63,1 %) gewinnen weit mehr als die Hälfte ihrer Zweikämpfe. Das war auch im Vorjahr so. Die Top-Sechser der Liga waren Martin Lanig (60,8 %), Matthias Ginter (60,45 %) und Levan Kobiashvili (60,19 %). Insgesamt liegen die Sechser der TSG im nationalen Vergleich also zurück. Anders bei den Fouls: Hier schaffte es Daniel Williams mit 17 Fouls in die Top-Ten der Liga. Auch Sebastian Rudy hat schon 13 Mal hingelangt, Andreas Beck 11 Mal. In den beiden Vorjahren schaffte es Beck mit 50 Fouls in einer Saison 2010 (Rang 3) und 68 Fouls 2011 (Rang 2) im Vergleich aller Abwehrspieler sogar zweimal aufs Treppchen. Zum Vergleich: Mats Hummels beging in der kompletten Saison 2011 gerade einmal 23 Fouls - ein Top-Wert in der Liga. Hoffenheims bester Zweikämpfer der letzten Jahre ist übrigens nicht mehr im Kraichgau. Isaac Vorsah war 2011 mit 63,8 % (2011) gewonnener Zweikämpfe vor Compper (61,83), Vestergaard (60,45) und Braafheid (53,87). 2010 war Vorsah auch schon bester Hoffenheimer in dieser Kategorie mit 64,07 % vor Andreas Ibertsberger (63 %), Josip Simunic (62,34 %) und Luiz Gustavo (60,73 %). Zusammenfassend lässt sich sagen: Die TSG hat in der Innenverteidigung gute Zweikämpfer. Dass Matthieu Delpierre nach seiner langen Verletzungspause sogar so gute Ergebnisse erzielt, ist beachtlich. Allerdings verlieren die Außenverteidiger und die Sechser der TSG eher zu viele Zweikämpfe im Vergleich mit anderen Top-Spielern der Liga auf diesen Positionen. |
Meldungen des Tages
Gisdol: "Endlich einmal in Ruhe auf dem Sofa ein Fußballspiel genießen“
Tom Starke, sind die Giftspinnen eingepackt?
Polanksi: "Wir feiern jetzt nicht den Klassenerhalt!"
Letzte Fan-Meinung:
Polanksi: Wir feiern jetzt nicht den Klassenerhalt!
Ralf muss dir recht geben vor allem bei rudy der i...
24.05.13 21:44
Fans: Gut gemacht, Jungs!
Einfach wunderbar... Ein Spiel, beinahe wie zu "al...
24.05.13 21:18
Schipplock: Ich nehme die Joker-Rolle gerne an!
Dem ist Nichts hinzuzufügen! :) Danke Schippo für ...
24.05.13 21:13

























Kommentare
Gebe dir bedingt Recht, da diese Statistik nur in Kombination mit anderen Werten messbar wird.
Allerdings bestätigt sie meinen bisherigen Eindruck. Delpierre ist mitunter der Beste auf dem Feld (Defensive) und wird hier regelmäßig zerrissen - er war und ist einer der wenigen guten Transfers.
- Ochs und Schröck haben enttäuscht
- Williams muss wie Jones lernen, dass ein guter 6er nicht durch krachende Zweikämpfe sondern Antizipation auffällt
- Beck ist keinen Kommentar mehr wert (hätten wir ihn doch zu Juve gehen lassen)
- Salihovic verwechselt Defensivarbeit mit Platzverweisen
Insgesamt fehlt es uns derzeit an:
1. der Kompaktheit im Spiel
2. dem Pressing
3. intelligentem und vorausschauende m Zweikampfverhal ten
4. der Giftigkeit den Ball vom Gegenüber erobern zu wollen
Es gibt derart viele Daten und wir haben so ein tolles Leistungszentru m: Aber warum werten wir nicht die Trainingsdaten aller Spieler aus und lassen die mit den besten Werten spielen? Schlimmer geht´s nimmer!
Das Vestergaard auf der Bank sitzt, ist unbegreiflich. Tim Wiese spielt schwach, aber Casteels ist keine Alternative, da viel zu nervös.Ich glaube nicht, das aus ihm ein Toptorhüter wird.Da dürfte Grahl wohl eher die Nummer 2 sein!
Beck ist 2,7 Punkte über dem Wert vom Vorjahr, aber das wird nicht als Verbesserung angesehen, sondern nur als Vorjahresniveau . Komisch !
Auch ein Tim Wiese in Bestform kann all die Abwehrfehler nicht verhindern, aber ich glaube, die Mannschaft findet sich gerade und ich blicke positiv in die Zukunft.