Müller: "Vieles entspricht nicht der Wahrheit!"
Geschrieben von: Jonas Keinert   
Montag, den 24. September 2012 um 08:01 Uhr

Müller-230912-1Andreas Müller wehrt sich gegen den Vorwurf der Nähe zu Spielerberatern 

An der Verpflichtung von Andreas Müller als neuen Manager entzündeten sich in den vergangenen Tagen einige Spekulationen. Das erste Spiel war für Müller in der Rhein-Neckar-Arena ein Erfolg. 3:1 schlug die TSG Hannover 96 und Markus Babbel rief seinen neuen Chef kurzerhand als "Glücksbringer" aus.

Am Rande des Spiels nutzte der Manager die Gelegenheit, Gerüchte um eine vermeintliche Nähe zu Spielerberater Roger Wittmann zu dementieren. "Es ist viel geschrieben worden", so Müller. "Vieles entspricht nicht der Wahrheit. Die ständig wiederkehrenden Dinge über die Firma Rogon und die Nähe dazu. Das langweilt mich. Man muss es sachlich und fachlich betrachten. Das ärgert mich, weil es nicht unbedingt der Wahrheit entspricht."

Diese Nachfrage eines Journalisten, wie Müllers Verhältnis zu Roger Wittmann denn tatsächlich sei, beantwortete der neue Manager wörtlich: "Kennen Sie die Spieler, die auf Schalke waren? Die Qualität spricht für sich. Es geht nur um Charakter und Qualität, wenn man Spieler verpflichtet. Wenn man Spieler holt wie Bordon, Rafinha, Kuranyi, Lincoln, Altintop, Ernst, Ailton - mit denen haben wir Champions League gespielt und nebenbei haben wir Höwedes, Özil und Neuer aus dem eigenen Nachwuchs eingebaut. Die sind heute Nationalspieler."

Bordon, Ailton, und Lincoln wechselten in der Saison 2004/2005 zu Schalke. Rafinha, Kuranyi und Fabian Ernst kamen 2005/2006, Altintop in der Saison 2006/2007. "Wenn ein Roger Wittmann einem Verein diese Spieler bringen kann, dann muss man sich genau überlegen, ob man das macht, oder nicht. Es geht nur um Qualität. Vier Spieler davon waren noch dazu ablösefrei", so Müller, der seit Mai 2006 die Geschicke als Schalker Manager leitete. 2006 feierte Manuel Neuer seine ersten Einsätze für Schalke 04, genauso wie Mesut Özil. Benedikt Höwedes feierte eine Saison später sein Debüt bei den Profis.

Um die Unklarheiten auszuräumen, trifft sich Müller am kommenden Donnerstag mit einigen Fans. "Die Fans müssen mich kennenlernen", sagt der gebürtige Stuttgarter. "Ich möchte jemand zum Anfassen sein. Nähe ist wichtig. Ich will locker mit ihnen plaudern, damit sie mir die Chance geben, hier in den Klub reinzufinden."

 

Kommentare 

 
+2 #8 Sinserma 2012-09-25 18:40
Lieber Herr Müller,
Reden sie bitte nicht permanent über S04, dazu hatten sie jetzt jahrelang Zeit, jetzt aber sind sie hier und Hoffenheimer.
Ich Rede mit einer neuen Freundin auch nicht ständig über meine Ex, das gehört sich einfach nicht.
 
 
+3 #7 Eventfan 2012-09-24 16:30
"Vieles entspricht nicht der Wahrheit!" Aber manches vielleicht dann doch. Der Satz ist interprätations fähig. Es bleibt immer etwas hängen. Jedoch was solls, viel Glück!
 
 
+3 #6 Yannik K. 2012-09-24 15:28
"Das ärgert mich, weil es nicht unbedingt der Wahrheit entspricht."

nicht unbedingt....

Was entspricht denn jetzt der Wahrheit?

Aufklärung statt drumherum reden!!
 
 
+4 #5 Unwissender 2012-09-24 15:11
Der damalige Erfolg von S04 ist nicht wegzudiskutiere n, aber zu welchem Preis hat man dieses Ziel erreicht?

Wie teuer war denn der Kader von S04, mit dem man die CL erreichte?

Wenn man die damaligen Berichte liest, war S04 knapp vor der Insolvenz, dank der exorbitanten Gehälter für die ROGON-Spieler. Dafür war Müller sicherlich verantwortlich.

Ich gebe ihm aber die Chance hier zu zeigen, dass er es auch anders kann.
 
 
+1 #4 alles wisser 2012-09-24 14:25
Ich denke, bei uns wird er vorsichtiger aggieren müssen als in der Vergangenheit, wenn er Rogon-Spieler holen möchte.
 
 
+5 #3 Kraichgauer 2012-09-24 11:24
Es ist wie immer, wenn der Erfolg da ist, ist alles gut, aber wenn es nicht läuft wird eben alles hinterfragt. Bei der TSG läuft seit einigen Jahren einiges nicht mehr rund. Zuerst kauft Dietmar Hopp ein qualitativ gutes Team zusammen. Man stand kurz vor der Euro-League. Dann machte man eine Kehrtwende, in dem man begann, die guten Spieler zu verkaufen. Das Trainer- und Betreuer-Team um Ralf Rangnick wurde zerschlagen, der erfolgreiche Manager Schindelmeiser entlassen, usw. Somit begann die Abwärtsspirale. Und nun will man bei der TSG plötzlich wieder nach oben, was erst mal gründlich danaben ging. Das da natürlich alles hinterfragt wird und auch viele Gerüchte aufkommen ist doch normal. Bei der TSG wäre es endlich ander Zeit, den Fans mehr Ehrlichkeit und Transparenz entgegenzubring en. Es lief bei der TSG viel schief und es wurde auch viel gelogen. All dies kommt eben nicht gut an.
 
 
+1 #2 Pnü 2012-09-24 11:20
Aha. "Vieles" entspricht nicht der Wahrheit. Aber einiges schon? Und auf die Frage nach der Nähe antwortet er ausweichend mit einer Gegenfrage?
 
 
+1 #1 Wolfgang S. 2012-09-24 11:17
abwarten und NICHT vorverurteilen !!!!!
 

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