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| Joselu und der Traum von der deutschen Nationalmannschaft |
| Geschrieben von: Jonas Keinert |
| Donnerstag, den 09. August 2012 um 07:05 Uhr |
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Die Kaderplanung ist abgeschlossen. "Das kann man so sagen", strahlte 1899 Hoffenheims Trainer Markus Babbel am Mittwoch nach dem Vormittagstraining. Das letzte Puzzleteil heißt José Luis Mato Sanmartín, kurz Joselu. Der Stürmer trainierte am Mittwochmorgen zum ersten Mal mit seiner neuen Mannschaft, nachdem er am Dienstagabend einen Vierjahresvertrag bei der TSG unterzeichnet hatte. Babbels Gesamtbild ist drei Wochen vor dem Bundesligastart stimmig. Jede Position ist mindestens zwei-, teilweise dreifach besetzt. „Man hat gegen Sevilla gesehen, wie schnell etwas passieren kann“, begründete Babbel, warum er neben Eren Derdiyok und Sven Schipplock unbedingt noch einen dritten Stoßstürmer für sein Team wollte. „Als Derdiyok verletzt raus musste, war mit Sven Schipplock nur noch ein zentraler Stürmer auf der Bank. Wenn dann was passiert, haben wir ein Problem. In die Situation wollen wir nicht kommen. Wir wollen einen gesunden Konkurrenzkampf mit Spielern, die die Qualität haben.“ Also legte die TSG auf dem Transfermarkt nach und verpflichtete Joselu von Real Madrids zweiter Mannschaft Castilla, um im Kampf für die europäischen Plätze noch breiter aufgestellt zu sein. In Spanien wird über eine Ablösesumme zwischen fünf und sechs Millionen Euro spekuliert. „Über Geld spricht man nicht“, fand Babbel. Auch, ob es eine Rückkaufoption für die Madrilenen gebe, wollte Babbel nicht kommentieren. „Es ist ein Vertragswerk zwischen Real, Joselu und uns. Das geht niemand etwas an.“ Die Verhandlungen gestalteten sich schwierig. Zunächst wollte Madrid angeblich nicht von ihrer Forderung nach acht bis zehn Millionen Euro abrücken. Babbel hatte vor knapp zehn Tagen schon abgewinkt. „Wenn Real mit weniger zufrieden ist, können sie gerne anrufen.“ Der Poker setzte sich dennoch fort und Babbel durch. Doch auch in der Endphase gestalteten sich die Verhandlungen mit den Königlichen nicht einfach. Neben der hohen Ablöseforderung, lagen auch neun Stunden Zeitunterschied zwischen den Parteien. Real Madrid weilt gerade in Los Angeles im Trainingslager. „Es ging hin und her. Wir haben uns ständig wieder ausgetauscht“, so Babbel. Am Ende habe man eine für beide Seiten eine „vernünftige“ Lösung gefunden. „Für alle drei Parteien ist es die optimale Lösung.“ Joselu kommt mit der Empfehlung von 26 Toren in Spaniens letztjähriger Drittligasaison in den Kraichgau. Auch in der ersten Liga und im spanischen Pokal traf er jeweils einmal. „Er weiß, wo das Tor steht“, analysierte Babbel die Stärken des 1,91m-Mannes. „Darüber hinaus spielt er gut mit, füllt die Sturmspitze gut aus, ist anspielbar und technisch versiert. Das ist für sein junges Alter schon gut.“ Babbel hofft auf eine schnelle Eingewöhnung. „Von der Umstellung ist es für ihn gar nicht so ein großes Problem. Er hat bestätigt, dass von den Möglichkeiten am Trainingszentrum kein großer Unterschied herrscht, wenn überhaupt ein Unterschied da ist“, sagt Babbel. Er glaubt, dass die Nähe zu Joselus Geburtsort Stuttgart eine Rolle gespielt haben könnte, vor allem aber die sportliche Perspektive der TSG stimmt. „In Spanien hätte er nach der Vorbereitung wieder zurückgestuft worden.“ „Für mich ist es eine große Chance, in einer der besten Ligen der Welt zu spielen. Und das mit einer Mannschaft, die eine tolle Perspektive aufweist“, begründete der Spieler seine Entscheidung bei "Sky Sport News HD". Auch das Vertrauen von Trainer Markus Babbel in ihn sei ausschlaggebend gewesen. Deutschland kenne er bisher nur aus Erzählungen. Trotzdem hat er Großes vor: „Ich habe mich bewusst für Deutschland entschieden, da ich mich hier unbedingt durchsetzen möchte. Mein Wunsch ist es, die deutsche Nationalität annehmen zu können und letztendlich vielleicht sogar für den DFB spielen zu dürfen.“ Und mit der TSG will er in die Euro League. |
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Kommentare
Freue mich auf Joselu, war auch notwendig, noch einen Stürmer zu verpflichten, denn mit Schipplock kann man keinen Blumentopf gewinnen.
allerdings, um sich dem DFB zu empfehlen, hätte Joselu nicht zur TSG wechseln dürfen,
da sind nur Bayern u. Dortmunder willkommen.
Jetzt soll er erstmal zeigen was er kann und wenn er gut ist darf er dann auch mal von weiteren Zielen träumen.
Wer als Stürmer hoch hinaus will, muss nur eines: knipsen! Und das so viel wie möglich!
Wobei ein bisschen Skepsis normal ist: Bundesliga ist nicht die 3te spanische Liga. Trotz Real Madrid...
Wenn ich bedenke wie unser Kader noch vor kurzer Zeit aussah, war das eine Herkulesaufgabe .
Ich freu mich jetzt richtig mit dieser tollen Mannschaft in die nächste Saison zu gehen
Wenn da nur diese Rückkaufoption nicht wäre ...
Wenn der Spieler einschlägt sind 7,5 oder 8 Mio. EUR nicht sehr viel Geld und die Sucherei geht von vorne los.
Aber jetzt warten wir erstmal ab und die Saison soll endlich losgehen...