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| Fanclub-Sprecher: "Man hat Stani keine faire Chance gegeben" |
| Geschrieben von: Jonas Keinert |
| Freitag, den 10. Februar 2012 um 08:40 Uhr |
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Die Fanseele in Hoffenheim brodelt. Und sie ist gespalten. Viele Fans sehen nach der sportlichen Talfahrt die Trennung von Stanislawski als nötigen Schritt an. Andere hingegen stehen weiterhin zu dem Sympathieträger aus Hamburg. Thomas Schmitz-Günther zum Beispiel, der am Donnerstag zum Trainingszentrum kam und als Sprecher des Fanklub-Dachverbandes für viele Mitglieder der TSG sprach.
Schmitz-Günther sagte: "Aus unserer Sicht ist das mal wieder eine PR-Katastrophe für Hoffenheim. Wir können diese Entlassung überhaupt nicht nachvollziehen. Man hat Stani die Zeit nicht zugestanden. Man hat gesehen, dass die Mannschaft hinter ihm steht. In so einer Situation den Trainer zu entlassen, einzig und allein aufgrund sportlicher Misserfolge, ist ein Schlag ins Gesicht der Fans, die gemeinsam mit Stani daran gearbeitet zu haben, Hoffenheim ein positives Image und eine Identität zu geben. Da waren wir auf einem guten Weg." Und: "Im Grunde stellt sich Hoffenheim für Außenstehende als Seelenverkäufer dar. Das ist das Schlimmste. Wir können es überhaupt nicht nachvollziehen. Man hat sich meines Erachtens dem Druck der Medien gebeugt. Es sind keine klaren Entscheidungsstrukturen innerhalb des Vereins erkennbar. Man folgt den Gesetzmäßigkeiten des modernen Fußballs, aber Hoffenheim wollte einen anderen Weg gehen. Man hat auf Entwicklung gesetzt und jetzt geht es doch wieder nur um Ergebnisse." Schmitz-Günthers Fazit: "Man hat Holger Stanislawski keine faire Chance gegeben und man hat das Image von Hoffenheim schwer beschädigt. Wir als Fans sind bemüht, den schlechten Ruf, den Hoffenheim in der Szene genießt, aufzupolieren. Wir sind dabei, das was Hoffenheim an Tradition fehlt, durch zukunftsgerichtete Arbeit aufzubauen. Die kann sich nicht nur an kurzfristigen Ergebnissen messen lassen. Da ist es ganz wichtig, dass eine Seele entwickelt wird. Für diese Seele war Stanislawski ganz bewusst geholt worden. Diese Seele wurde mit Füßen getreten und genauso kommen sich die Fans jetzt vor." Die Auswirkungen: Der Unmut vor allem der Fans, die zuletzt noch ins Stadion kamen, ist nun gestiegen. Aktionen bei dem Auswärtsspiel in Bremen und dem nächsten Heimspiel gegen Mainz, seien geplant. Schmitz-Günther: "Als beim Pokalspiel schon die Runde machte, die Entlassung wäre beschlossene Sache. Da habe ich es nicht glauben wollen, weil ich mir nicht vorstellen konnte, dass man so dumm sein kann. Besser hätte man jedes negative Klischee von Hoffenheim nicht bedienen können! Und das kann ich offiziell für den Fanverband sagen: Die Fans werden darauf mit Sicherheit Reaktionen zeigen! Spätestens beim nächsten Heimspiel wird man die Meinung der Fans sehr deutlich hören und wir Fans sind uns da hundertprozentig einig. Unsere Mitglieder sind alle so dermaßen durch den Wind, das kann man sich gar nicht vorstellen." Schmitz-Günthers Begründung: "Alle negativen Klischees, die es über Hoffenheim gibt, dass dieser Verein gar keine richtige Identität besitzt, die werden hier scheinbar bestätigt. Und das ist für diejenigen, für die Hoffenheim eine Identität darstellt, eine Katastrophe." Zusammen mit einigen anderen Fans verabschiedete sich Schmitz-Günther am Donnerstag persönlich von Holger Stanislawski. "Das war sehr emotional", so Schmitz-Günther. "Er hat uns aufgefordert, die TSG weiter zu untersützen. Das zeigt, was für einen Charakter er hat." Als Nachfolger wird nun Markus Babbel die Sympathien der Fans für sich erobern müssen. |
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Kommentare
Die Entlassung des Trainer möchte ich gar nicht kritisieren, nur die Art und Weise. Halte persönlich nicht viel von Holgers Trainerqualität en. Aber halte persönlich auch nichts davon sich einen Trainer zu holen der das Image des Vereins aufpolieren soll. Denke bei einer Trainersuche sollten sportliche Aspekte überwiegen!
Bei solcher einen Aktion, was die TSG mit Stani gemacht hat, würde das Millerntor brennen! Ich gebe allen richtigen Hoffenheim Fans mit, behaltet Eure Einstellung, macht weiter so und lasst Euch von so einem Geschwätz von den Vollpfosten nicht beeinflussen! Die sind demnächst sowieso wieder bei Bayern München oder einem anderen Spitzenverein!
Ich kann mir schon vorstellen, dass euch das "Honig um's Maul schmieren" vom Trainer und Tormann gefallen hat. Es geht aber in erster Linie um sportlichen Erfolg und nicht um Folklore.
Wir hatten die historische Chance im DFB Pokal gegen einen Zweitgligisten Zuhause in's Halbfinale einzuziehen und vielleicht noch mehr.
Wenn der Trainer und Mannschaft "ein verschworener Haufen" (Aussage Starke) gewesen wäre, dann hätte man dieses Spiel gewinnen müssen.
Diesen Trainer hat man, anstelle dass man die Führungsriege austauscht und Herrn Hopp endlich mal beibringt, dass Fussball kein Computerprogram m ist, welches man durch genug Liquidität nach Lust und Laune umändern (lassen) kann, einfach innerhalb kurzer Frist (es stand schon am Montag fest, dass Stani entlassen wurde) und wieder mal in einer Nacht- und Nebelaktion rausgeschmissen , weil er unbequem war, so, wie man uns nun "anweist", unsere Emotionen zu schlucken! Das macht uns dann endlich wieder zu dem, was wir von ganz Bundesligadeuts chland vorgeworfen wird: einem seelen- und emotionslosen, sterilen Konstrukt ohne Traditon. Falsch, eine Tradition wird schon gepflegt: uns selbst lächerlich zu machen ...
Ich kann nicht verstehen, wieso viele Babbel jetzt schon negativ bewerten vor dem Spiel in Bremen. Wir müssen abwarten, wie es mit ihm weitergeht. Vielleicht passt Babbel doch zu uns, wer weiß? Wenn es mit Babbel richtig bergauf gehen würde, dann werden alle doch hellwach und begeistert von Babbel. Also, abwarten und Tee trinken!!!
Trotzdem freue ich mich auf weitere Spiele mit Babbel. Ich wünsche ihm einen guten Start im neuen Verein.
Ich gebe Josef in gewissem Sinne recht, Stani hat es meiner Meinung nach selbst mitverursacht (immer neue Aufstellung, Festhalten an Spielern außer Form, keine durchgehende Taktik zu erkennen). Und auch meiner Meinung nach hat Stani das nicht hingekriegt, seine Mischung aus Kumpelhaftigkei t und Strenger Lehrer hat zuoft gewechselt.
...und mal ehrlich lieber Thomas Schmitz-Günther, das Auftreten der Mannschaft, die Spielweise und letzendlich die Ergebnisse sind das unbefriedigende Resultat gewesen!
...daß das ganze etwas stilos von Statten ging ist sehr schade und da muß die TSG selbst noch lernen richtig damit umzugehen...
...der Fanprotest sollte nun aber nicht soweit gehen den neuen Trainer per se in Frage zu stellen, auch ihn sollte man unterstützen als Fangemeinde
Also schluckt mal die Emotionen runter und blickt nach vorne, Babbel sollte zunächst mal unsere volle Unterstützung bekommen und der Vereinführung sei empfohlen sich über Ziele und Strategie sowie deren Umsetzung klar zu werden.
Hat sich Babbel nicht bis in die neueste Zeit hinein öffentlich in negativster Weise über die "TSG 1899 Hoffenheim" geäußert ? Warum will er jetzt Trainer bei uns werden? Warum hat man sich trotzdem für diesen Herrn entschieden?
Zur sportlichen Seite kein Kommentar und die Frage nach Glaubwürdigkeit und Wahrhaftigkeit kann sicher Hertha Berlin
beantworten.
Wie lässt es sich sonst erklären das es bei 8000 TSG Fans im Stadion eine bessere Stimmung als im ausverkauften gibt?
Fakt ist; die TSG ist ein schlecht geführtes Wirtschaftsunte rnehmen, welches unbedingt bessere Führungskräfte braucht. Das fängt logischerweise beim verantwortliche n sportlichen Leiter an.
Wenn zum Schluss der Ära Stanislawski nur 8.000 TSG-Fans das Stadion besuchen, dann ist für mich die große Mehrheit zu Hause geblieben. Also ist die "Pro Stani"-Aktion eine Minderheit, welche wie vieles medienmäßig nur aufgebläht wird.
Willkommen, Markus Babbel!