Compper: "Es tut mir leid!"
Geschrieben von: Jonas Keinert   
Donnerstag, den 09. Februar 2012 um 09:22 Uhr

Compper-080212-1Marvin Compper über seine Rote Karte und die Loyalität zum Trainer

 

 

 

Marvin Compper wirkte nach dem Spiel sichtlich mitgenommen. Trotzdem stellte er sich der Presse nach dem Spiel, das er mit seiner Roten Karte in der 34. Minute mit entschied. Der Fürther Zillner sah für die Provokationen an Compper Gelb. Compper über seine Rote Karte: "Ich habe ihn nur weggedrückt, nicht geschlagen. Ich berühr ihn im Gesicht, das ist nach der Regelauslegung Rot. Aber ich wurde von zwei Spielern geschubst, wurde mehrmals attackiert. Aber ich finde es mau, dass sie dafür nur Gelb bekommen. Aber das darf mir nicht passieren. Ich muss mich da umdrehen und einfach weglaufen. Die Enttäuschung ist sehr groß. Es tut mir leid für die Jungs, dass sie mit zehn Mann spielen mussten. Sie haben sich trotzdem super verkauft, aber es hat einfach nicht zum Tor gereicht."

Fürths Nöthe war nach Comppers Foul in Tobias Strobl gekracht und sich verletzt, sodass er ausgewechselt werden musste. Das hatte die Rudelbildung, in der Compper den Fürther Fürstner wegdrückte, erst ausgelöst. Compper zu dem Foul: "Ich war an meinem Stürmer dran und wir haben Forechecking gespielt. Ich hatte unseren Spieler davor gar nicht wahrgenommen. Ich hatte gar keine Intention, ihn zu verletzen. Ich musste einfach an ihm dranbleiben."

Die Niederlage hat nun wohl weitreichendere Konsequenzen für Holger Stanislawski. Compper: "Ich denke, auch negative Berichterstattung kann man nur mit Leistung auf dem Platz antworten. Die Leistung war von der ersten Minute an gut. Ich gehe fest davon aus, (Stani am Samstag noch Trainer). Es tut mir leid, dass ich uns so geschwächt habe. Jedem war bewusst, was für eine große Chance wir hatten. Deshalb ging es nicht darum, für den Trainer zu spielen. Für uns ist der Trainer fest im Sattel. Wenn wir gute Ergebnisse einfahren, reden wir über so etwas auch nicht mehr. Wir sind loyal dem Trainer gegenüber. Das muss für ihn am allerwichtigsten sein. Den Beweis haben wir erbracht."

 

Kommentare 

 
0 #2 Peter 2012-02-09 18:14
Einem routinierten Spieler wie Compper sollte sowas nicht passieren. In einem so von Bedeutung ganz wichtigen Spiel, darf und kann ich mich nicht so Verhalten. Auch den Beistand zum Trainer kann ich nicht nachvollziehen. Hier sind Psychologe gefragt.
 
 
+4 #1 Hannes 2012-02-09 14:16
Der Beweis, dass es eine Mannschaft ist fehlt leider schon seit mehr als einem Jahr. Hier spielen nur Ich-AG´s. Ein Profi sollte sich im Zaume halten können. Denn ein Spieler in der höchsten Klasse Deutschlands sollte nicht "nur" Profi des Geldes wegen sein. Er ist auch Vorbild für viele Jugendspieler. Diese Manieren gehören nicht zum Sport. Die Entschuldigung bringt nicht viel, nachdem das Kind in den Brunnen gefallen ist. Da kann man nur sagen "Gute Besserung"
 

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