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| Lust auf Lucky |
| Geschrieben von: Wolfgang Brück |
| Mittwoch, den 01. Februar 2012 um 08:06 Uhr |
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„Dann muss es patsch, patsch, patsch gehen“, sagt Manager Ernst Tanner. Ein Parforceritt war der Transfer von Srdjan Lakic (Die RNZ be- richtete gestern exklusiv). Der Wechsel des 28-jährigen Stürmers von Wolfsburg nach Hoffenheim, der am Sonntag schon gescheitert schien, wurde durch die Beziehungen von Dietmar Hopp (71) doch noch ermöglicht. Die RNZ schildert die entscheidenden Stationen. Montag, 11 Uhr: Hopp schickt eine Mail nach Wolfsburg, listet darin die Vorteile auf, die beide Vereine bei einem Leihgeschäft bis Saisonende haben: Wolfsburg spart Gehalt und kassiert eine Leihgebühr, Lakic bekommt Spielpraxis, es besteht die Chance, dass sich sein Transferwert erhöht. Hoffenheim kann sich ein Bild von Lakic machen. Montag, 17 Uhr: Dr. Francisco Javier Garcia Sanz ruft bei Hopp an. Den Kontakt hat VW-Boss Dr. Martin Winterkorn hergestellt, ein alter Bekannter des SAP-Mitbegründers. Der Aufsichtsrat-Chef der „Wölfe“ bedauert: „Das alleinige Sagen hat Felix Magath.“ Er gibt Hopp die Handy-Nummer des Trainers. Montag, 20 Uhr: Hopp erreicht Magath, der gerade vom freien Tag in München zurückkommt. Er kann ihn in einem 20-minütigen „ausgesprochen freundlichen und fairen“ Gespräch überzeugen. „Dafür bin ich Magath sehr dankbar. Ich hoffe, mich eines Tages revanchieren zu können“, sagt Hopp. Jetzt beginnt die Kleinarbeit. Lakic-Berater Alen Augustincic und Tanner müssen ein neues Paket schnüren. Kurz vor 23 Uhr die Einigung. Hopp ist erleichtert: „Geschafft. Jetzt können wir anstoßen.“ Lakic wird bis Saisonende an Hoffenheim ausgeliehen, das rund 1,7 Millionen Euro an Leihgebühr und Gehalt zahlt – statt der 14 Millionen, die bei einem Vertrag bis 2015 fällig gewesen wären. Ein Vorkaufsrecht hat Hoffenheim nicht. Gestern morgen, 9 Uhr: Lakic fährt mit seinem VW-Tuareg zum VfL-Trainingsgelände, verabschiedet sich von den Kollegen, anschließend geht es zum Bahnhof und mit dem Zug nach Mannheim. Frau Antonija und der kleine Rafael bleiben zunächst zu Hause. Gestern, 14.30 Uhr: 1899-Fahrer Hans Lang holt den Profi in Mannheim ab, bringt ihn zum Olympiastützpunkt nach Heidelberg. Dort nehmen Dr.Birgit Friedmann-Bette und Dr. Henning Ott die sportmedizinische Untersuchung vor. Keine Beanstandung. Gestern, 17 Uhr: Lakic und Tanner unterschreiben den Vertrag. „Wir hoffen, dass sich Srdjan bei uns für eine Weiterverpflichtung empfiehlt“, sagt der Manager, „nach der Saison muss neu verhandelt werden.“ Lakic hat in Wolfsburg einen Vertrag bis 2015. Beim Meister von 2009, heißt es, würde er als Bankdrücker mehr verdienen als in den vier Monaten im Kraichgau. Gestern, 17.15 Uhr: Die gesammelten Schriftstücke werden an Dirk Rittmüller weitergeleitet. Der Team-Manager faxt sie in die DFL-Zentrale nach Frankfurt. Um 18 Uhr ist der letzte Abgabetermin. Rittmüller behält die Ruhe: „Alles Routine.“ Heute (11 und 15.30 Uhr) absolviert der neue Angreifer in Zuzenhausen seine ersten Trainingseinheiten. Im Heimspiel am Samstag gegen Augsburg, spätestens aber im Pokalspiel gegen Fürth wird der Kroate sein Debüt feiern. „Wir wollen ihn so schnell wie möglich dahin bringen, dass er uns helfen kann“, meint Holger Stanislawski. Der Trainer hat seinen Wunschspieler bekommen. „Lakic ist kopfballstark, er geht dahin, wo es weh tut. Mit ihm haben wir unseren dünn gewordenen Kader qualitativ aufgerüstet“, erklärt Stani, „die Vorfreude auf Lucky ist sehr, sehr groß.“ |
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