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| Briel will sich "nachhaltig etablieren" |
| Geschrieben von: Jonas Keinert |
| Freitag, den 03. September 2010 um 11:41 Uhr |
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Seit Mai ist Frank Briel Geschäftsführer in Hoffenheim. Der sympathische Familienvater trat die Nachfolge von Jan Schindelmeiser an. Nach knapp einhundert Tagen zieht Briel eine erste Bilanz: "Einleben im Sinne von: die Organisation, die Aufgaben und die Mitarbeiter kennen lernen war im Grunde garnicht nötig, weil ich seit 2008 als kaufmännischer Leiter hier tätig bin. Ich bin praktisch in diesem Haus aufgewachsen. Insgesamt sind jetzt die Verantwortung für das Unternehmen, die Repräsentationsaufgaben und die Haftung andere." Für den Diplom-Kaufmann kam die schnelle Beförderung überraschend: "Es war Dietmar Hopp, der mich anrief und mir gesagt hat, dass er mich gerne in die Geschäftsführung bestellen möchte. Es ist natürlich eine riesen Ehre. Für mich als jungen Menschen, der hier seit vier Jahren seinen Job mit sehr viel Leidenschaft macht ist es ein riesen Kompliment und ein toller Vertrauensbeweis in meine Arbeit und meine Person." Und Briel weiter: "Es war natürlich ein Glücksgefühl einerseits und auf der anderen Seite die große Frage: Was kommt jetzt auf mich zu, und wie sieht es mit der Verantwortung aus. Aber ich habe mich nie vor der Verantwortung gescheut. Und ich bin selbstbewusst genug zu sagen, dass ich auch in der zweiten Reihe schon Prozesse mit ins Leben gerufen habe." Frank Briel war nach Jan Schindelmeisers Abgang Dietmar Hopps Favorit auf den Posten als neuer Geschäftsführer. Briel ist dankbar, sagt über Hopp: "Wir haben ein sehr gutes Verhältnis. Ich kenne Herrn Hopp noch aus meiner Zeit bei der SAP-AG, als ich ihn als Vorstandsassistent kennen lernen durfte. Es ist eine tolle Zusammenarbeit. Das was Herr Hopp bei SAP geprägt hat, teamorientiertes Arbeiten und Vertrauen, das ist bewundernswert. Deshalb ist es eine gute und angenehme Zusammenarbeit." Zusammen mit Jochen Rotthaus muss Frank Briel nun die Geschäfte der TSG, nicht zuletzt vor dem neugeschaffenen Beirat und Dietmar Hopp verantworten. Während Rotthaus mehr für Vermarktung zuständig ist, kümmert sich Briel unter anderem um das Ticketing. Auch Transferausgaben müssen von Rotthaus und Briel abgesegnet werden. Briel ist gespannt auf die neue Saison: "Wir sind jetzt im dritten Jahr Bundesliga, kometenhaft aufgestiegen. Es ist sehr spannend zu sehen, wie wir in die neue Saison kommen. Wir haben ein sehr ambitioniertes Auftaktprogramm. Wir wollen immer sportlichen Erfolg. Unser Markt floriert dann, wenn der sportliche Erfolg da ist. Dann läuft auch der wirtschaftliche Erfolg etwas besser, wie Merchandising, oder Ticketing. Wenn er ausbleibt wird es schwieriger." Den schnellen Erfolg um jeden Preis will Briel aber keinesfalls. Und so gibt er auch eine gedämpfte Saisonprognose ab: "Für uns ist wichtig, dass wir uns nachhaltig in der Liga etablieren, dass wir frühzeitig wissen, wir sind im gesicherten Mittelfeld und können uns vielleicht noch zwei, drei Plätze weiter oben ansiedeln. Wir wollen die Marke Hoffenheim wieder zu dem machen, wie wir 2008/2009 gestartet sind. Ich finde es manchmal ganz charmant mit moderateren Zielen in die Saison zu gehen, als jetzt irgendwelche Angriffe auszurufen." Mit den Topklubs der Liga könne man sich ohnehin noch nicht messen, so Briel: "Wir haben gerade in den Top-Sechs bis Top-Acht Bundesligisten, die sehr lange in der Bundesliga sind und eine sehr starke Wirtschaftskraft haben. Wenn man sich allein die Arenen betrachtet mit sechzig- bis achtzigtausend Zuschauern. Das ist das zwei-, fast dreifache von Hoffenheim. Natürlich determinieren hier die wirtschaftlichen Mittel auch den sportlichen Erfolg. Deshalb sagen wir, dass wir in der nächsten Saison einen gesicherten Mittelfeldplatz erreichen wollen." Briel, der ehemalige Zweitliga-Basketballer, blickt freut sich auf seine erste Saison im Chef-Sessel: "Wir haben natürlich auch Wünsche und Erwartungen.: "Ich habe mir persönlich vorgenommen, dass wir auch weiterhin an unseren Prozessen arbeiten und sie weiter stabilisieren. Ich möchte ein guter Ansprechpartner für unsere Mitarbeiter sein und versuchen die Schritte in die richtige Richtung zu gehen, damit wir das Unternehmen mittelfristig in die schwarzen Zahlen bringen." |
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