Thomalla - Wird er Eduardos Nachfolger?
Geschrieben von: Jonas Keinert   
Dienstag, den 07. September 2010 um 10:16 Uhr

Thomalla-080810-01sHoffenheims Trainer hält große Stücke auf Dennis Thomalla und der bestätigt das Vertrauen mit Leistung

 

 

 

 

Wer wird Carlos Eduardos Nachfolger? Die TSG hat ihr Mittelfeld umstrukturiert, ließ ihren besten Fußballer für 20 Millionen nach Russland ziehen. Dafür kamen Sebastian Rudy und Gylfi Sigurdsson dazu, die beide im Mittelfeld spielen können. In den ersten beiden Saisonspielen passte es im Mittelfeld auch ohne Eduardo und die Neuen, weil Weis, Gustavo und Salihovic gut eingespielt sind. Doch wer springt ein, wenn sich einer der Drei verletzt? 

Neben Rudy und Sigurdsson, die beide noch Eingewöhnungszeit benötigen werden, bietet sich Trainer Ralf Rangnick eine weitere Alternative: Youngstar Dennis Thomalla, der vor einem Jahr vom KSC zu 1899 gewechselt ist, empfahl sich schon im Trainingslager in Leogang (Österreich) für höhere Aufgaben. Der 19-Jährige, der eigentlich noch ein Jahr A-Jugend spielen dürfte, konnte in den Testspielen gegen Hapoel Ramat-Gan und gegen Antalyaspor auf der Spielmacherposition überzeugen und erzielte in beiden Spielen ein Tor.

Schon damals schwärmte Rangnick: "Vor allem ist es kein Zufall. Man sieht, wie er sich auf der Position wohlfühlt. Das ist sicher seine Position." Thomalla ist eigentlich gelernter Stürmer, doch Ralf Rangnick sieht ihn im Mittelfeld stärker: "Ich sehe ihn nicht in der Spitze und nicht auf dem Flügel. Er muss genau auf der Position spielen, auf der er in den letzten Testspielen gespielt hat."

Aber ist Thomalla auch schon in naher Zukunft ein Kandidat für die Bundesliga? Gegen Werder Bremen feierte Thomalla sein Bundesligadebüt, wurde in der 77. Minute eingewechselt. Torwart Tom Starke kommentiert: "Er hat großes Potenzial und ich freue mich sehr für ihn, dass er reingekommen ist."

Der Youngstar nahm's gelassen: "Ich habe gedacht, dass ich nervöser bin, aber es war nicht so schlimm. Der Co-Trainer hat mich gerufen. Zuerst habe ich nicht gewusst, dass ich gemeint bin, doch dann hat Herr Rangnick auf mich gezeigt. Ich habe mich sehr gefreut, dass ich eingewechselt wurde. So schnell habe ich mit meinem Bundesliga-Debüt nicht gerechnet."

Begünstigt wurde Thomallas Debüt von Carlos Eduardos überraschend schnellem Abgang nach Russland. Eduardo saß gegen Bremen nur auf der Tribüne und machte den Weg frei für Thomalla. Der 18-Jährige ist mit seiner Leistung zufrieden: "Es war ganz o.k. Ich habe ein paar Fouls heraus geholt und versucht die Bälle zu halten." Obwohl Thomalla in der Jugend und in Hoffenheims U23-Mannschaft meist nur als Stürmer eingesetzt wurde, fiel ihm die Umstellung im Mittelfeld zu spielen nicht schwer: "Ich kann beides Spielen. Heute war ich 10er, aber es kommt auf die Situation an."

Und noch etwas unterscheidet Thomalla von seinem Vorgänger, Carlos Eduardo. Bei der Frage nach der Abendgestaltung nach seinem allerersten Bundesligaspiel gab sich der 18-Jährige bescheiden: "Nein, ich werde nicht feiern, sondern einfach heimgehen und relaxen."

 

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