Tanner: "Können den nächsten Schritt nicht bieten"
Geschrieben von: Jonas Keinert   
Sonntag, den 22. August 2010 um 16:18 Uhr

Tanner-280710-01sManager Ernst Tanner zum bevorstehenden Wechsel von Carlos Eduardo

 

Wohin wechselt Carlos Eduardo? Diese Frage mochte auch Manager Ernst Tanner nach dem Spiel gegen Werder Bremen nicht beantworten. Tanner sagte nur: "Die Vereine sind sich einig, jetzt muss man sehen, dass der Spieler sich mit dem Verein einigt. In Zeiten moderner Medien kann alles sehr, sehr schnell gehen."

Wie schnell, darauf wollte sich Tanner nicht festlegen: "Morgen ist Sonntag. Da wollen wir erst mal unseren Sieg genießen." Wie der Deal um Eduardo zustande kam, darüber verriet Tanner: "Wir hatten schon mal eine Anfrage, die haben wir abgewehrt. Aber es kommen immer wieder Anfragen rein und ab einem bestimmten Zeitpunkt muss man ja sagen."

Über den Verlust Eduardos sagt Tanner: "Natürlich werden wir ihn sportlich vermissen. Er war über die letzten drei Jahre ein wunderbarer Spieler, hat den Aufstieg mitgemacht und auch an der Herbstmeisterschaft einen entsprechenden Anteil."

Trotzdem durfte Eduardo gehen, denn: "Es ist allerdings so, dass wir uns zur Aufgabe gemacht haben, dass wir junge Spieler entwickeln. Und wenn sie interessant sind für den nächsten Schritt, und da steht Carlos, dann muss man sie auch abgeben können." Doch ob Eduardo in Russland seinen nächsten Schritt als Spieler machen kann, darf bezweifelt werden. Tanner entgegnet: "Natürlich muss der Verein auf europäischer Ebene spielen. Carlos ist ein internationaler Spieler. Er steht kurz vor dem Sprung zum Stammspieler in der Selecao. Dann muss er auf internationalem Parkett spielen."

Das hatte Eduardo bereits in der Vorsaison mehrfach verlangt, trug selbst zum Erreichen des Internationalen Wettbewerbs mit Hoffenheim aber wenig bei. Darunter hat vor allem Eduardos Identifikation mit der TSG gelitten, bemängelt Trainer Ralf Rangnick. Schon im DFB-Pokalspiel war Eduardo, der zur Halbzeit eingewechselt wurde, nur durch Lustlosigkeit aufgefallen. Tanner: "Es ist ganz natürlich, dass ein Spieler im Profifußball machen will. Wir können ihm den im Moment nicht bieten und darunter leidet auch der Grad der Identifikation."

 

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