Haas will endlich siegen!
Geschrieben von: Jonas Keinert   
Samstag, den 13. November 2010 um 10:46 Uhr

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Schlussmann Daniel Haas will in seinem vierten Saisonspiel endlich einen Sieg einfahren

 

 

 

 

"Es war eine relaxte Woche", findet Daniel Haas und doch war sie für Hoffenheims Nummer Zwei im Tor ungewohnt. Eine Woche Vorlauf hatte der Torhüter, um sich auf die Partie gegen den SC Freiburg vorzubereiten. Das ist selten. "Man kann sich 100% darauf einstellen, dass man zwischen den Pfosten steht. Ich hoffe, dass mich das noch ein Stück weiter bringt. In Kaiserslautern hatte ich es erst morgens erfahren."

Haas Einsatz hängt in diesem, wie im letzten Jahr, davon ab, ob Stammtorhüter Tom Starke (oder vorher Timo Hildebrand) fit ist oder nicht. Seit fünfeinhalb Jahren pendelt der Schlussmann zwischen Startelf und Ersatzbank. Keine leichte mentale Aufgabe, doch er sagt: "Ich muss mich jedes Spiel darauf einstellen zu spielen." Haas ist die Verlässlichkeit in Person. Ruhig, sachlich und stets mit engagierten Leistungen im Training. Die Chance, sich bis Weihnachten im Tor festzusetzen, will er nutzen: "Es ist wichtig für uns zu punkten."

Zwei ganz persönliche Ziele hat Haas, wenn er in das Spiel am Sonntag gegen den SC Freiburg geht. "Für mich wäre es schon auch mal zu gewinnen. Ich habe drei Spiele gemacht und nur einen Punkt geholt. Ich werde alles daran setzen, dass es dieses Mal mehr wird als ein Punkt." Gegen Kaiserslautern (2:2), Bayern (1:2) und Hamburg (1:2) musste Haas schon für den verletzten Tom Starke einspringen. Noch kein Sieg gelang ihm in dieser Saison. Gegen Freiburg soll sich das ändern. Ausgerechnet! Denn da will Haas auch noch einen persönlichen Fehltritt wieder gut machen: "Ich hatte ein unglückliches Spiel in der zweiten Liga (2:3) auswärts in Freiburg. Da war ein Schuss, den habe ich abprallen lassen und der Nachschuss war dann drin."

Keine leichte Aufgabe, denn mit Papis Demba Cissé kommt der zweitbeste Stürmer der Liga in den Kraichgau. Haas nimmt das Duell gelassen: "Sich auf einen Spieler zu versteifen wäre der falsche Weg. Freiburg hat mehr als nur einen guten Spieler. Er ist ein Stürmer, wie jeder andere. Er hat im Moment eine gute Phase, aber wir haben gute Spieler in der Abwehr, die dagegen halten können." Haas setzt auf das Zusammenspiel mit seinen Vorderleuten, mit denen er schon die Herbstmeisterschaft 2008 sicherte. "Das sind ja keine Fremden für mich."

An der Eingespieltheit sollte es nicht mangeln. "Wir haben dieses Jahr auch schon Freundschaftsspiele zusammen gemacht und spielen im Training zusammen." Eine besondere Vorbereitung war deshalb unter der Woche nicht nötig. Haas ist optimistisch, verlässt sich vor allem auf Hoffenheims Offensivstärke. "Zu null zu spielen wird schwierig, aber wenn wir am Ende 2:1 gewinnen sind wir auch zufrieden."  

Haas weiter: "Wir haben ein unglaubliches Potenzial. Peniel Mlapa ist erst 19 und eine Maschine. Ich habe selten Spieler gesehen, die in dem Alter schon so weit sind. Rudy und Sigurdsson sind Neuzugänge, die sich super präsentieren. Da ist richtig was nachgekommen. Als Mannschaft sind wir intern wieder so weit, dass wir mit breiter Brust auftreten können. Es stimmt intern jetzt wieder, dass wir auf dem Platz harmonieren. Wenn wir jetzt wieder auf einen positiven Weg kommen und Spiele gewinnen, dann können wir uns da oben halten."

 

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